Raketenstart "Ariane 5" bringt zwei Satelliten ins All

Der Start lief problemlos, der Flug dauerte nur 40 Minuten: Eine "Ariane 5"-Rakete hat zwei Satelliten erfolgreich im Weltraum ausgesetzt.

Start von "Ariane 5" in Kourou: Problemlose Mission
AFP

Start von "Ariane 5" in Kourou: Problemlose Mission


Eine "Ariane 5"-Rakete hat einen Telekom- und einen Wettersatelliten ins All gebracht. Der Lastenträger setzte seine Fracht in der Nacht erfolgreich aus. Er war kurz vor Mitternacht deutscher Zeit in Kourou in Französisch-Guayana gestartet. Es war der sechste Raketenstart vom europäischen Weltraumbahnhof in diesem Jahr.

Der europäische Wettersatellitenbetreiber Eumetsat schickte mit dem Flug seinen neuen "MSG-4" ins All. Der Satellit soll künftig helfen, kritische Wetterlagen über Europa, dem Atlantik und Nordafrika vorherzusagen. Er wurde vom französisch-italienischen Unternehmen Thales Alenia Space gebaut und ist für eine Lebenszeit von sieben Jahren ausgelegt. Der Satellit wurde etwa 40 Minuten nach dem Start ausgesetzt.

Rund zehn Minuten zuvor hatte die "Ariane" den Satelliten "Star One C4" des brasilianischen Telekomkonzerns Embratel an sein Ziel gebracht. Er soll Telefongespräche, Daten sowie Fernseh- und Radioprogramme übertragen und Süd- und Zentralamerika sowie die USA abdecken.

Die "Ariane 5" ist der größte Lastenträger im Raketenarsenal von Arianespace und wird vom Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus gebaut. Arianespace setzt zudem "Sojus"-Raketen für mittlere Lasten und die kleine "Vega" ein.

syd/dpa

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Kleinunternehmer 16.07.2015
1. Gratulation!
Die Dinger laufen wirklich wie ein Uhrwerk. Arianespace macht wirklich einen guten Job. Nicht ganz unwichtig in Zeiten, wo Russen und US-Amerikaner massive Probleme haben. Das füllt die Auftragsbücher und zeigt doch: Europa kann es, wenn es denn mal will! :-)
rkinfo 16.07.2015
2. Europa sollte die Ariane 5 behalten
Aktuell ist geplant eine kleinere Nachfolgerakete zu entwickeln. Europa hat aber per Ariane 5 plus Sojus plus Vega ein zukunftsfähiges Sortiment an Trägern.
cabona 16.07.2015
3.
Zitat von rkinfoAktuell ist geplant eine kleinere Nachfolgerakete zu entwickeln. Europa hat aber per Ariane 5 plus Sojus plus Vega ein zukunftsfähiges Sortiment an Trägern.
Sojus bereitet ja wohl eher Probleme zur Zeit. Gaileo vergeigt, Progress am 28.04.2015 totaler Fehlschlag. Dafür das die Sojus manrated ist müsste die deutlich zuverlässiger sein als das was die Russen zur Zeit abliefern.
skygirl 16.07.2015
4. naja...
Zitat von KleinunternehmerDie Dinger laufen wirklich wie ein Uhrwerk. Arianespace macht wirklich einen guten Job. Nicht ganz unwichtig in Zeiten, wo Russen und US-Amerikaner massive Probleme haben. Das füllt die Auftragsbücher und zeigt doch: Europa kann es, wenn es denn mal will! :-)
zwei amerikanische Start-ups haben ein Problem (was bei jungen Unternehmen auch zu erwarten ist). Die traditionellen Trägersysteme Delta und Atlas fliegen ohne größere Probleme (übrigens ist nur ein paar Stunden vor der Ariane eine Atlas mit einem GPS Satelliten erfolgreich gestartet) - aber die sind ja 'old space' und damit für die Medien nicht so sexy und gehen irgendwo im Hintergrundrauschen verloren.
Kleinunternehmer 16.07.2015
5.
Zitat von skygirlzwei amerikanische Start-ups haben ein Problem (was bei jungen Unternehmen auch zu erwarten ist). Die traditionellen Trägersysteme Delta und Atlas fliegen ohne größere Probleme (übrigens ist nur ein paar Stunden vor der Ariane eine Atlas mit einem GPS Satelliten erfolgreich gestartet) - aber die sind ja 'old space' und damit für die Medien nicht so sexy und gehen irgendwo im Hintergrundrauschen verloren.
Naja, SpaceX ist dann doch schon etwas länger dabei und von der NASA ausgewählt worden, auch bemannte Versorgungsflüge durchzuführen. Die Fehlschläge (insbesondere der letzte) führen da schon zu Engpässen, zumal es da im Moment keinen Ersatz gibt. Zu den Russen: Zahlen die dort zu wenig? Offenbar ist der Braindrain mittlerweile über eine kritische Grenze hinaus :-/
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