100. Start von "Ariane 5" Vom Feuerball zur bewährten Transportrakete

Sie fliegt und fliegt und fliegt: Die europäische Trägerrakete "Ariane 5" hat ihren 100. Start absolviert. Dabei begann die Erfolgsgeschichte zunächst mit einem Fehlschlag.

"Ariane 5"-Start in Kourou
AFP

"Ariane 5"-Start in Kourou


Als 1996 der Jungfernflug der ersten "Ariane 5" in einem Desaster endete, deutete nichts auf eine Erfolgsgeschichte hin. Doch inzwischen hebt die europäische Trägerrakete mit verlässlicher Regelmäßigkeit unfallfrei ab. Gerade erst hat sie ihren 100. Start absolviert.

Eine Rakete des Modells brachte mit dem Jubiläumsflug erfolgreich zwei Telekomsatelliten ins All, wie der Betreiber Arianespace bekannt gab. Europas großer Raumfahrt-Lastesel hob in der Nacht zum Mittwoch deutscher Zeit vom Weltraumbahnhof Kourou ab, der im südamerikanischen Französisch-Guayana liegt.

Beim Jubiläumsflug waren zwei kommerzielle Satelliten an Bord, an beiden ist der Betreiber Intelsat beteiligt: Beim Satelliten "Horizons 3e" arbeitet er mit einem japanischen Unternehmen zusammen, bei "Azerspace-2/Intelsat 38" mit einem Betreiber aus Aserbaidschan.

Die Trägerrakete wird von der ArianeGroup gebaut, einem Gemeinschaftsunternehmen von Airbus und dem Triebwerkhersteller Safran. Weil neue Konkurrenz wie das US-Unternehmen SpaceX den Wettbewerb verschärft, lässt die europäische Raumfahrtagentur Esa den Nachfolger "Ariane 6" entwickeln. Er soll Fracht deutlich günstiger ins All bringen, der Erstflug ist für Mitte 2020 geplant.

Im Video: Der Absturz vor 20 Jahren

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Die erste "Ariane 5" war 1996 gestartet. Sie kam kurz nach dem Start vom Kurs ab und explodierte. Unter den hundert Flügen war noch ein weiterer kompletter Fehlschlag, 2002 musste eine Rakete im Flug gesprengt werden.

Seitdem hat sich die "Ariane 5" aber einen Ruf als zuverlässige Rakete erworben. Sie brachte beispielsweise die spektakuläreKometen-Mission "Rosetta" auf den Weg, im kommenden Monat soll sie die europäisch-japanische Merkur-Sonde "BepiColombo" ins All fliegen.

joe/dpa

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