"Ariane 5" Panne beim Start von Europas Erfolgsrakete

82 mal ging alles gut, doch beim ersten Start einer Ariane-5-Rakete in diesem Jahr riss nach wenigen Sekunden der Funkkontakt ab. Die Mission geht dennoch weiter, versichern die Betreiber.

Ariane-5-Rakete
AFP/ ESA/ Manuel Pedoussaut

Ariane-5-Rakete


Der Start der europäischen Ariane-5-Rakete schien zunächst reibungslos zu verlaufen, doch dann brach der Funkkontakt zur Rakete ab. Die zwei Telekommunikationssatelliten an Bord sollen dennoch in ihre Umlaufbahnen gebracht worden sein. "Wir brauchen etwas Zeit um zu wissen, ob sie abgetrennt wurden und wo sie genau sind", sagte der Chef des Betreibers Arianespace, Stéphane Israel, kurz nach dem Start.

Mittlerweile seien beide Satelliten in ihrem Orbit geortet worden, die jeweiligen Bodenstationen kommunizierten bereits mit den Satelliten, twitterte Israël am Freitagmorgen. "Beide Missionen gehen weiter."

Die Rakete war in der Nacht zum Freitag deutscher Zeit vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana in Südamerika gestartet. Es war der erste Start einer Ariane-5-Rakete in diesem Jahr. Die europäische Trägerrakete hatte zuvor 82 erfolgreiche Missionen in Serie absolviert.

An Bord befand sich der Satellit "SES-14", der für den Anbieter SES mit Sitz in Luxemburg Fernseh- und Kommunikationsdienste anbieten soll. Der Betreiber Yahsat aus Abu Dhabi schickte mit der Rakete seinen Kommunikationssatelliten "Al Yah 3" ins All.

Angekoppelt an "SES-14" war auch die Nasa-Sonde "Gold", etwa so groß wie ein kleiner Kühlschrank. "Gold" ist die erste Nasa-Sonde, die als bezahlte Fracht auf einem kommerziellen Satelliten mitfliegt.

Sie soll in etwa 35.000 Kilometer Höhe über Brasilien den äußersten Rand der Erdatmosphäre erreichen. Dort soll die Sonde untersuchen, wie Wetter und Magnetfeld der Erde mit den Einflüssen des Alls interagieren. Mit den so gewonnenen Daten wollen Forscher unter anderem Kommunikationssignale verbessern.

koe/dpa



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