Objekt "2004 BL86" Asteroid raste mit Mond an der Erde vorbei

Nahe wie selten hat ein 300-Meter-Brocken am Montag die Erde passiert. Beobachtungen zeigen: Der Asteroid ist nicht allein.


Asteroid "2004 BL86", der am Montag die Erde passierte, hat einen kleinen Mond als Begleiter. Aus Daten optischer Teleskope sei das schon länger vermutet worden, nun aber sei es sicher, teilte Detlef Koschny von der europäischen Weltraumagentur Esa in Noordwijk am Dienstag mit.

Der Asteroid habe etwa 325 Meter Durchmesser, sein kleiner Begleiter 70 Meter, berichtete die US-Weltraumagentur Nasa. Ungefähr 16 Prozent der erdnahen Asteroiden ab 200 Metern Durchmesser besäßen einen oder sogar zwei Monde. Auch der Meteorit, der vor Jahrmillionen im Nördlinger Ries in Süddeutschland einschlug, hatte einen Begleiter - sein gleichzeitiger Aufschlag schuf das Steinheimer Becken.

2027 kommt ein Riesenbrocken

"2004 BL86" war am Montagabend relativ knapp an der Erde vorbeigerast. Das Schwergewicht kam so nah wie noch kein anderes bisher erfasstes Weltall-Geschoss dieser Größe. Die Entfernung betrug 1,2 Millionen Kilometer - lediglich das Dreifache der Entfernung von Erde und Mond. Wolken machten Hobby-Astronomen in den meisten Teilen Deutschlands allerdings das Beobachten unmöglich.

Nach aktuellen Daten dürfte der Brocken auf Jahre hinaus der größte sein, der der Erde so nahe kommt. Erst 2027 wird mit "1999 AN10" ein noch größeres Exemplar erwartet. Es wird die Erde etwa in Monddistanz passieren und dann 2039 erneut unserem Planeten nahekommen.

dpa/boj

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Pandora0611 27.01.2015
1. Asteroid rast an Erde vorbei
Die Entfernung betrug 1,2 Millionen Kilometer - lediglich das Dreifache der Entfernung von Erde und Mond. 2027 kommt der Nächste. Er ist größer und kommt der Erde näher. Aber die Erde wurde schon immer von Asteroiden und Meteoriden bedroht. Einer hatte die Eiszeit verursacht. Damit müssen wir leben, wir sind nicht allein in unserem Sonnensystem/Universum.
Goessnitzer 19.02.2015
2. Angst schüren...
Es ist sehr interessant wie mit diesen Meldungen Ängste geschürt werden. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit eines Treffers auf der Erde noch weit geringer als angenommen.
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