Asteroiden-Sonde "Hayabusa" fotografiert ihren Landeplatz im All

Am 12. November will Japans Raumfahrtagentur erstmals eine Sonde auf einem Asteroiden landen lassen. Für heute ist ein erster Testanflug geplant. Die Sonde schoss jetzt schon einmal Bilder von möglichen Landeplätzen.


Nur ein paar Kilometer ist die "Hayabusa"-Sonde noch von ihrem Reiseziel entfernt: dem Asteroiden "Itokawa". Sie soll auf der Oberfläche des Himmelskörpers landen und anschließend Proben zur Erde zurückbringen. Wissenschaftler der Japan Aerospace Exploration Agency (Jaxa) nutzen jetzt Bilder, die die Kamera an Bord von "Hayabusa" geschossen hat, um einen Landeplatz auszuwählen.

Asteroid Itokawa: Mögliche Landeplätze fotografiert
JAXA/ISAS

Asteroid Itokawa: Mögliche Landeplätze fotografiert

Die Sonde ist seit dem 9. Mai 2003 unterwegs und erreichte "Itokawa" im September. Heute wird ein Probeanflug durchgeführt, um die Abläufe für die für den 12. November geplante tatsächliche Landung zu üben. Am 25. November soll "Hayabusa" ein zweites Mal auf dem Asteroiden aufsetzen.

Die Sonde soll Proben entnehmen und auch einen winzigen Roboter absetzen, der dann auf der Oberfläche umher springen und Bilder zur Erde funken wird, wenn alles so verläuft wie geplant. Dieser kleine, 591 Gramm leichte Hüpf-Roboter trägt den Namen "Minerva" (Micro/Nano Experimental Robot Vehicle for Asteroid) und trägt mehrere Kameras, unter anderem für Farb- und Stereobilder.

Wenn die Mission erfolgreich verläuft, wird "Hayabusa" im Juni 2007 zur Erde zurückkehren und in der australischen Wüste an einem Fallschirm zu Boden schweben.



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