Astronomie Wasser auf der Erde könnte von Kometen stammen

Beim Vorbeifliegen hat der Komet Hartley 2 einen Blick in sein Inneres erlaubt: Mit speziellen Messinstrumenten haben Max-Planck-Forscher analysiert, dass das Wasser des Kometen dem irdischen ähnelt. Möglicherweise fungierten demnach die Himmelskörper vor Milliarden von Jahren als Wasserlieferanten.

Hartley 2: Das Wasser des Kometen ähnelt dem Wasser auf der Erde
DPA/ EPA/ NASA/ JPL-Caltech/ UMD

Hartley 2: Das Wasser des Kometen ähnelt dem Wasser auf der Erde


Hamburg - Woher das Wasser auf der Erde kommt, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Messungen des Esa-Weltraumobservatoriums "Herschel" deuten jetzt darauf hin, dass Kometen Teile des heute vorhandenen Wassers auf die Erde gebracht haben könnten. Das berichten Forscher vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) im südniedersächsischen Katlenburg-Lindau. Sie haben das Wasser des Kometen Hartley 2 analysiert und ihre Ergebnisse jetzt gemeinsam mit einem internationalen Autorenteam im Fachmagazin "Nature" veröffentlicht.

Dass Asteroiden in der Frühzeit des Sonnensystems als Wasserlieferanten fungierten, wird schon lange vermutet, sagte MPS-Sprecherin Birgit Krummheuer. Jetzt sei erstmals ein Komet identifiziert worden, dessen Wasser dem irdischen gleiche. Kometen bestehen zu etwa 90 Prozent aus Wasser. Deshalb hätten einige wasserreiche Körper mit mehr als 1000 Kilometern Durchmesser ausgereicht, um sämtliches heute vorhandenes Wasser auf die Erde zu transportieren, sagte der Sonnensystemforscher Paul Hartogh, der die Untersuchungen geleitet hat.

Es spreche jedoch vieles dafür, dass das Wasser eher mit zahlreichen kleineren Kometen auf die Erde gelangt sein könnte. Alleine in der rund 300 Millionen Jahre dauernden Zeit des sogenannten Kometen-Bombardements (Late Heavy Bombardement) vor 4,1 bis 3,8 Milliarden Jahren könnten Millionen von Kometen auf unserem Planeten eingeschlagen sein.

Der Komet Hartley 2 aus dem sogenannten Kuipergürtel am äußeren Rand des Sonnensystems hatte sich vor rund einem Jahr auf seinem Weg um die Sonne der Erde auf etwa 18 Millionen Kilometer genähert - so dicht wie nie zuvor seit seiner Entdeckung. Deshalb seien vom Weltraumobservatorium "Herschel" aus Messungen mit Spezialinstrumenten möglich gewesen, sagte Krummheuer.

hei/dpa



insgesamt 43 Beiträge
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old_spice 06.10.2011
1. nur die halbe Wahrheit
und wie kommt das Wasser auf den Kometen ? Diese Wasser - These ist genauso schlüssig wie die Theorie, daß Leben nicht auf der Erde entstanden sei, sondern Meteoriten das Genmaterial geleifert haben. Es gibt eine Menge Forschungsgebiete, wo man nur abstrus genug denken muss, damit einem die Aufmerksamkeit der Presse gewiß ist. Übrigens betrieben Tyrannosaurus Rex Brutpflege und jagten im Familienverband. Stellt mir die Mittel zur Verfügung und ich werde dies schlüssig beweisen.
ausländer33 06.10.2011
2. Welchen Sinn
Zitat von sysopBeim Vorbeifliegen hat der Komet Hartley 2 einen Blick in sein Inneres erlaubt: Mit speziellen Messinstrumenten haben Max-Planck-Forscher analysiert, dass das Wasser des Kometen dem irdischen ähnelt. Möglicherweise fungierten demnach die Himmelskörper vor Milliarden von Jahren als Wasserlieferanten. http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,790131,00.html
hat es, das zu wissen?
Knutie, 06.10.2011
3. °
Zitat von old_spiceund wie kommt das Wasser auf den Kometen ? Diese Wasser - These ist genauso schlüssig wie die Theorie, daß Leben nicht auf der Erde entstanden sei, sondern Meteoriten das Genmaterial geleifert haben. Es gibt eine Menge Forschungsgebiete, wo man nur abstrus genug denken muss, damit einem die Aufmerksamkeit der Presse gewiß ist. Übrigens betrieben Tyrannosaurus Rex Brutpflege und jagten im Familienverband. Stellt mir die Mittel zur Verfügung und ich werde dies schlüssig beweisen.
Nicht ganz, denn auf der ganz jungen Erde konnte es nicht soviel Wasser geben wie später, da sie glutflüssig war. Also irgendwoher muss das ganze Wasser ja gekommen sein. Soviel ich weiß, ist die Brutpflege schon bewiesen worden. Sie müssen sich ein anderes Forschungsthema suchen.
cassandros 06.10.2011
4. Wasch mich, aber mach mich nicht nass
Zitat von sysopBeim Vorbeifliegen hat der Komet Hartley 2 einen Blick in sein Inneres erlaubt: Mit speziellen Messinstrumenten haben Max-Planck-Forscher analysiert, dass das Wasser des Kometen dem irdischen ähnelt. Möglicherweise fungierten demnach die Himmelskörper vor Milliarden von Jahren als Wasserlieferanten. http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,790131,00.html
Ähnelt dem irdischen? Hat es also auch die Zusammensetzung H2O ?
GeoffBTate 06.10.2011
5. Schmalspurphysik
Zitat von sysopBeim Vorbeifliegen hat der Komet Hartley 2 einen Blick in sein Inneres erlaubt: Mit speziellen Messinstrumenten haben Max-Planck-Forscher analysiert, dass das Wasser des Kometen dem irdischen ähnelt. Möglicherweise fungierten demnach die Himmelskörper vor Milliarden von Jahren als Wasserlieferanten. http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,790131,00.html
Wie sind Sonne und Planeten entstanden, wie fand die Bildung der Planeten statt. Fragen, die bislang ziemlich schlüssig beantwortet sind. Aber irgendwas muss man ja veröffentlichen, wenn man weiterkommen will. Welch eine Wissenschaft ist das geworden?
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