Astronomiefoto-Wettbewerb: Sonne, Mond und Sternenglanz
Von der kleinsten Sternschnuppe bis zu gigantischen Galaxien: Preisgekrönte Astronomiefotos zeigen die Schönheit des Alls. Sehen Sie hier die Gewinner des britischen Astronomy Photographer Awards.
Wenn etwa beim Wildlife Photographer Award die besten Tier- und Naturfotos des Jahres prämiert werden, ist oft davon die Rede, wie schwierig es ist, die Motive vor die Kamera zu bekommen.
Fotografen, die sich auf Astronomie-Aufnahmen spezialisiert haben, scheinen es auf den ersten Blick leichter zu haben. Schließlich wirken ferne Sterne und noch weiter entfernte Galaxien auf den ersten Blick statisch. Doch auf dem Weg zum perfekten Bild müssen auch Astronomie-Fotografen sehr viel Geduld aufbringen. Es können Tage, Wochen oder gar Jahre vergehen, bis eine Aufnahme endlich abgeschlossen ist. Wird der Blick ins weit entfernte Weltall gerichtet, spielt auch die Nachbearbeitung der Bilder eine wichtige Rolle.
Auf der anderen Seite ist es ebenso oft entscheidend, im richtigen Moment auf den Auslöser zu drücken, etwa wenn Sternschnuppen über den Himmel blitzen oder der Mond die Sonne verfinstert.
Der Gewinner des diesjährigen Astronomy Photopgrapher Awards musste erst einmal seine Kondition unter Beweis stellen, wie er berichtet. Der Australier Mark Gee hatte die Nacht auf der Nordinsel Neuseelands, an Cape Palliser, damit zugebracht, den Himmel zu fotografieren. Nach etwas Schlaf sei er um fünf Uhr morgens aufgewacht und wollte unbedingt weiter knipsen. Doch seine Ausrüstung habe an der Spitze des Leuchtturms gelegen, der auf dem Foto oben rechts zu sehen ist. "Ich musste die 250 oder mehr Stufen hoch, ehe ich diese Aufnahme machen konnte." Als er wieder an der Stelle angekommen war, an der er schließlich fotografierte, sei der Himmel schon heller geworden. Trotzdem ist am sternenklaren Himmel die Zentralregion der Milchstraße deutlich zu sehen, deren Bogen im Licht des Leuchtturms seinen Abschluss zu finden scheint.
Mehr als 1200 Fotos gingen im Rahmen des Wettbewerbs beim Royal Observatory im britischen Greenwich ein, berichtet der Veranstalter. Die preisgekrönten Aufnahmen sind dort in einer Ausstellung zu sehen - und eine Auswahl davon in folgender Fotostrecke.
wbr
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