Europas Weltraumfrachter: "Edoardo Amaldi" macht an der ISS fest

Erfolgreich verkuppelt: Der europäische Weltraumfrachter ATV-3 "Edoardo Amaldi" hat an der Internationalen Raumstation ISS angedockt. Die Langzeitcrew im Erdorbit kann sich über Versorgungsgüter von der Erde freuen.

Berlin - Das Manöver fand bei einer Geschwindigkeit von 28.000 Kilometern in der Stunde in rund 380 Kilometern Höhe statt - und es gab keine Probleme. Der europäische Weltraumfrachter ATV-3 "Edoardo Amaldi" hat mit 6,6 Tonnen Nachschub an der Internationalen Raumtation ISS festgemacht. Das automatische Docking-Manöver habe am Donnerstagmorgen um 00.31 Uhr deutscher Zeit stattgefunden, teilte die Europäische Weltraumorganisation (Esa) mit.

Der 20 Tonnen schwere Raumtransporter war am vergangenen Freitag an der Spitze einer Ariane-5-Rakete vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana gestartet. In den vergangenen Tagen hatte er sich langsam an die ISS angenähert, bis er schließlich einen Abstand von 250 Metern erreichte. Dann aktivierte der Transporter sein Laser-Steuerungssystem und das Video-Messsystem, welches ihn zum "Swesda" -Modul der ISS heranführte. Esa-Astronaut André Kuipers überwachte das Manöver zusammen mit seinen Kollegen von der ISS aus.

Der nach dem italienischen Physiker und Raumfahrtpionier Amaldi (1908-1989) benannte Frachter bringt Treibstoff, Sauerstoff, Wasser und andere Versorgungsgüter für die sechsköpfige russisch-amerikanisch-niederländische ISS-Besatzung. Nach dem Andocken sind noch einige Überprüfungen nötig, bevor die sechsköpfige ISS-Besatzung ab Donnerstagnachmittag den kostbaren Nachschub in Empfang nehmen kann.

Die beiden ersten ATV "Jules Verne" und "Johannes Kepler" waren 2008 und 2011 zur ISS geflogen. Im Vergleich zu seinen Vorgängern hat "Edoardo Amaldi" nun rund 600 Kilogramm zusätzliche Trockenfracht an Bord. In jedem Fall erwartet ihn aber dasselbe Schicksal wie es auch die ersten beiden Modelle erleiden mussten: "Läuft alles planmäßig, wird ATV-3 am 27. August 2012 die Internationale Raumstation wieder verlassen und auf seinem Rückflug beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglühen", sagt Volker Schmid vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

chs/dapd/AFP

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