Raumstation ISS Europa bleibt weiter im All

Die Internationale Raumstation ISS wird auch in Zukunft mit europäischen Geldern finanziert. Das wurde bei einem Ministertreffen in der Schweiz beschlossen. Auch zur Zukunft der ExoMars-Mission ist eine Entscheidung gefallen.

ISS im All
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Europa behält seinen Platz im Außenposten der Menschheit: Die europäische Raumfahrtagentur Esa verlängert ihre Beteiligung an der Internationalen Raumstation ISS. "Wir können jetzt bestätigen, dass wir bis 2024 gehen", sagte Esa-Chef Jan Wörner nach einem Ministertreffen im schweizerischen Luzern. Bislang waren die Europäer nur bis 2020 an Bord, die Hauptgeldgeber Russland und USA hatten ihr Engagement bereits früher um vier Jahre verlängert. Die Esa-Mitgliedstaaten sagten nun rund 960 Millionen Euro für die ISS zu.

Insgesamt stellten die beteiligten Länder der Esa 10,3 Milliarden Euro für Raumfahrtprogramme in den kommenden Jahren bereit und steckten damit Europas Kurs im All ab. "Das ist ein großer Betrag, der es uns erlaubt, wirklich voranzuschreiten", sagte Wörner. Die Agentur hatte Wünsche über elf Milliarden Euro angemeldet. Deutschland steuert nach Angaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt zwei Milliarden Euro bei.

Die 22 Mitgliedstaaten gaben auch grünes Licht für die zweite Phase der ExoMars-Mission, für die knapp 440 Millionen Euro zusätzlich gebraucht wurden. In dem europäisch-russischen Prestigeprojekt soll 2020 ein Rover auf dem Roten Planeten landen - zwei Jahre später als ursprünglich geplant, deshalb musste aufgestockt werden. Der Transporter, der die Sonde zum Mars transportiert, wird in Deutschland entwickelt - ebenso wie ein Forschungsinstrument für die Suche nach Lebensspuren.

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Esa-Tagung: Wie weiter im Weltraum?

Die Koordinatorin der deutschen Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt, Brigitte Zypries, sprach nach der Konferenz von einem "hervorragenden Ergebnis sowohl für die mittelständische Raumfahrtindustrie als auch für die großen Raumfahrtunternehmen".

Ein Herzensprojekt von Esa-Chef Wörner steht allerdings erst einmal in den Sternen: Das Programm AIM, mit dem Technik zur Abwehr von Asteroiden entwickelt werden soll. Dafür seien keine ausreichenden Finanzzusagen gemacht worden, sagte Wörner, es kann deshalb nicht wie geplant starten. An dem Thema will die Esa trotzdem dranbleiben: Es gebe Geld im allgemeinen Forschungsprogramm, das für dieses Ziel genutzt werden könne - und einige Mitgliedstaaten hätten angedeutet, eventuell später Geld zur Verfügung zu stellen.

Die genannten Beträge sind zum Teil nur schwer zu vergleichen, weil die Programme unterschiedliche Laufzeiten haben. So sind 1,4 Milliarden Euro für Programme zur Erdbeobachtung bis 2025 vorgesehen. 1,6 Milliarden Euro stehen bis 2023 für das Trägerraketenprogramm bereit - für Zuschüsse zur Nutzung der "Ariane 5"-Rakete, den europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guyana, aber auch für die Entwicklung neuer Technik. So soll auf Basis des "IXV"-Projektes ein wiederverwendbares Raumfahrzeug entwickelt werden, das für Experimente in der Schwerelosigkeit genutzt werden kann. Die Esa-Staaten segneten auch Wörners grundsätzliche Strategie ab, die Zusammenarbeit mit privaten Raumfahrt-Akteuren weiter auszubauen.

joe/dpa



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