Satellitenbild der Woche Aquarell vor Aden

Bunte Wirbel zieren den Golf von Aden. Hinter dem spektakulären Farbenmix steckt eine Algenblüte, die in der Region sogar im Winter möglich ist.

Der Golf von Aden
NASA/ Ocean Biology Processing Group/ Lamont Doherty Earth Observatory

Der Golf von Aden


Wie ein Trichter sieht er aus - der Golf von Aden. Im Süden wird er begrenzt vom Horn von Afrika, im Norden von der Arabischen Halbinsel. Mitte Februar war das dunkelblaue Gewässer von kräftig-grünen Wirbeln durchzogen, wie ein nun veröffentlichtes Bild des Nasa-Satelliten "Aqua" zeigt. Blühende Algen sorgen für das beeindruckende Farbenspiel.

Normalerweise blüht das Phytoplankton zwischen dem Jemen und Somalia während der Sommermonate. Doch Blüten könnten in der Region das ganze Jahr über auftreten, schreibt die Nasa, auch im Winter.

Derzeit müssen Wissenschaftler noch Wasserproben vor Ort nehmen, um die an der Blüte beteiligten Algenarten genau bestimmen zu können. Doch eines Tages, so hofft Norman Kuring, Ozeanograf vom Goddard Space Flight Center, werde man allein anhand der Spektralmessungen aus dem All feststellen können, um welche Algen es sich handelt.

Zusammen mit dem Satellitenbild hat die Nasa auch das folgende Foto veröffentlicht, das der Biologe Joaquim Goes von der Columbia University (New York) gemacht hat.

Phytoplankton färbt das Wasser grünlich
NASA/ Ocean Biology Processing Group/ Lamont Doherty Earth Observatory

Phytoplankton färbt das Wasser grünlich

Es zeigt blühende Algen der Art Noctiluca scintillans vor der Küste von Muscat (Oman). Laut Goes war diese Art vor der ganzen Küste des Oman zu finden.

Die Aufnahme stammt wie das Satellitenfoto oben vom 12. Februar 2018. Goes ist mit einem Forschungsschiff im Arabischen Meer unterwegs, in das der Golf von Aden in östlicher Richtung übergeht.

Fotostrecke

29  Bilder
Satellitenbild der Woche: Schnappschüsse aus dem All

Die Erforschung von Algenblüten ist laut Nasa essenziell, um die Ökosysteme der Meere besser zu verstehen. Phytoplankton sei einerseits eine wichtige Nahrungsquelle für Meeressäuger. Andererseits könne es auch Fischen und anderen Meeresbewohnern schaden, wenn die Algenblüte zu groß wird.

hda



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