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Satellitenbild der Woche: Schwarze Spur des Krieges

Dunkle Rauchwolken steigen auf über der Küste Libyens. Es sind Zeichen der Zerstörung. In dem nordafrikanischen Land herrscht Bürgerkrieg. Kämpfer des "Islamischen Staats" haben riesige Öltanks angezündet.

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"Aqua"-Satellitenfoto: Ölbrände in den Häfen Ras Lanuf (unten rechts) und As-Sidr (oben links)
NASA/ Jeff Schmaltz/ LANCE/ EOSDIS Rapid Response

"Aqua"-Satellitenfoto: Ölbrände in den Häfen Ras Lanuf (unten rechts) und As-Sidr (oben links)

In Libyen herrscht Krieg. Verschiedene Gruppierungen ringen um die Macht im Land. Dabei geht es auch um den Zugang zu den lukrativen Ölquellen und den Häfen an der Küste. Die Folgen der Auseinandersetzungen sind selbst aus mehreren Hundert Kilometern Höhe sichtbar.

Am 5. und 6. Januar fotografierten der Nasa-Satellit "Aqua" und "Sentinel 2A" der Esa gigantische schwarze Rauchfahnen an der Küste des nordafrikanischen Landes. Kämpfer des "Islamischen Staats" (IS) hatten fünf große Tanks nahe der Ölhäfen in Ras Lanuf und As-Sidr in Brand gesteckt. Die Aufnahme oben zeigt zwei riesige schwarze Rauchwolken, die von den beiden etwa 20 Kilometer voneinander entfernten Häfen aufsteigen.

Bei den Kämpfen sollen mehrere Wachleute getötet worden sein, hinzu kommen Dutzende Verletzte und 30 tote Islamisten. Nach Angaben einer libyschen Ölfirma enthalten die brennenden Tanks bis zu 460.000 Barrel Öl.

Die Häfen in Ras Lanuf und As-Sidr seien seit Dezember 2014 geschlossen. Sie liegen zwischen der von Islamisten kontrollierten Stadt Sirte und Bengasi. Der IS hatte As-Sidr schon im Oktober einmal angegriffen, doch die neuen Angriffe im Januar waren offensichtlich wirkungsvoller.

Mustafa Sanalla, Chef der National Oil Corporation (NOC) in Tripolis, sagte, er hoffe, dass die Anführer aller politischen Strömungen in Libyen angesichts der Gewalt verstünden, wie groß die Bedrohung sei. "Wir müssen uns vereinen gegen den gemeinsamen Feind, nicht morgen oder nächste Woche, sondern heute."

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Satellitenbild der Woche: Schnappschüsse aus dem All
Fast 42 Jahre lang hatte Muammar al-Gaddafi mit eiserner Hand über Libyen geherrscht. Dann kam 2011 der Arabische Frühling: Er kostete Gaddafi nicht nur die Macht, sondern auch das Leben. Im danach entstandenen Machtvakuum gelang es dem "Islamischen Staat", in Libyen Fuß zu fassen.

Schwarzer Rauch: Diese Aufnahme von "Sentinel 2" zeigt einen brennenden Öltank nahe des Hafens Ras Lanuf. Das Tanklager As-Sidr ist oben links als schwarzer Fleck in der Wüste zu erkennen.
ESA/ Joshua Stevens

Schwarzer Rauch: Diese Aufnahme von "Sentinel 2" zeigt einen brennenden Öltank nahe des Hafens Ras Lanuf. Das Tanklager As-Sidr ist oben links als schwarzer Fleck in der Wüste zu erkennen.

hda

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