Saturnsonde "Cassini" Die letzten Minuten - hier im Livestream

Zwanzig Jahre war "Cassini" unterwegs. Jetzt soll die Sonde gezielt auf den Planeten Saturn stürzen - und bis zum letzten Augenblick Daten funken. Verfolgen Sie das Finale im Livestream.

NASA/ JPL-Caltech

Der Livestream ist beendet.

Die letzten Minuten von "Cassini" laufen. Rund zwanzig Jahre nach ihrem Start soll die Raumsonde kontrolliert auf den Saturn stürzen. Das letzte Abtauchen war Angaben der US-Raumfahrtbehörde Nasa zufolge gegen 10.37 Uhr MESZ geplant.

Gegen 13.55 Uhr erwartete die Nasa via Radiowellen dann das letzte Signal von "Cassini", bevor die 2125 Kilogramm schwere Sonde wie ein Meteor auseinanderbricht und die Teile in der Atmosphäre verglühen. Bis zuletzt sollen mehrere wissenschaftliche Instrumente an Bord von "Cassini" arbeiten und Daten zur Erde senden.

Die Kamera wurde bereits einen Tag vor dem Missionsende abgestellt - die Fotostrecke zeigt eine Auswahl der letzten Aufnahmen, die "Cassini" zur Erde gefunkt hat:

Fotostrecke

28  Bilder
Fotos der Saturnsonde "Cassini": Abschied von der Ringwelt

Bis ein Signal von "Cassini" auf der Erde ankommt, vergehen 86 Minuten. "Das letzte Signal der Sonde wird wie ein Echo sein", sagte Nasa-Manager Earl Maize. "Es wird noch fast anderthalb Stunden durch das Weltall strahlen, nachdem 'Cassini' schon Geschichte ist. Aber auch wenn wir wissen, dass 'Cassini' sein Schicksal schon erlebt hat, wird die Mission für uns auf der Erde erst vorbei sein, bis wir das Signal bekommen haben."

Im Oktober 1997 begann die Mission mit dem Start einer "Titan"-Rakete vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral im Bundesstaat Florida. An Bord war damals auch der europäische Lander "Huygens". 2004 erreichte "Cassini" eine Umlaufbahn am Saturn. Im folgenden Jahr landete "Huygens" auf dem Saturnmond Titan und schickte von dort stundenlang Fotos.

Zum Abschluss der Mission war "Cassini" 22-mal zwischen dem Planeten und seinen Ringen hindurchgetaucht - eine Region, in der zuvor noch nie eine Sonde war. An der rund 3,2 Milliarden Dollar teuren Mission sind Tausende Mitarbeiter aus 17 Ländern beteiligt.

brt/dpa

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