Chang'e 4 Chinesische Raumsonde vor erster Landung auf der Rückseite des Mondes

Noch nie hat ein Land versucht, auf der erdabgewandten Seite des Mondes zu landen - nun wagt China das Unterfangen. Eine Sonde soll dort unter anderem die Mineralstruktur des Erdtrabanten untersuchen.

Rover der chinesischen Mondsonde Chang'e 4
DPA

Rover der chinesischen Mondsonde Chang'e 4


China will bis 2030 zu den führenden Weltraummächten Russland und USA aufschließen. Dazu soll im kommenden Jahr mit dem Bau einer eigenen bemannten Raumstation begonnen werden - und bereits in wenigen Tagen soll die Sonde "Chang'e 4" auf der erdabgewandten Seite des Mondes aufsetzen.

Wie der chinesische Staatssender CGTN berichtete, ist das nach der chinesischen Mondgöttin benannte Raumschiff am Sonntag in einen entsprechenden Orbit um den Mond gebracht worden. Von dort soll das Landemanöver eingeleitet werden, das dem Bericht zufolge für den 3. Januar erwartet wird.

Raumsonde startete Anfang Dezember von der Erde

Als Landeplatz hatten Staatsmedien zuvor den Aitken-Krater genannt, der 1970 nach dem amerikanischen Astronomen Robert Grant Aitken benannt worden war. Nach der Ankunft soll ein mitgebrachtes Roboterfahrzeug unter anderem das Mondgelände vermessen, die Mineralstruktur des Erdtrabanten ermitteln sowie die Neutronenstrahlung untersuchen.

Schon zahlreiche Sonden verschiedener Weltraumnationen und zwölf US-Astronauten sind auf der Vorderseite des Mondes gelandet. Der Landeversuche der Chinesen auf der Rückseite ist jedoch eine Premiere. "Chang'e 4" war am 8. Dezember von der Erde gestartet und erreichte laut Staatsfernsehen am 12. Dezember die Mond-Umlaufbahn.

dop/dpa/AFP

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