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Privater Raumfrachter "Cygnus": Die letzte Reise

ISS: Ein Roboterarm entlässt den privaten Raumfrachter "Cygnus" ins All Zur Großansicht
AP/ NASA-TV

ISS: Ein Roboterarm entlässt den privaten Raumfrachter "Cygnus" ins All

Beladen mit Müll hat der private Raumfrachter "Cygnus" die Internationale Raumstation verlassen. Nun geht er auf seine letzte Reise: Beim Eintritt in die Erdatmosphäre soll er verglühen.

Beladen mit Müll hat der private Frachter "Cygnus" nach rund einem Monat wieder von der Internationalen Raumstation ISS abgedockt. Unter anderem mit Hilfe des derzeit auf der ISS arbeitenden deutschen Astronauten Alexander Gerst sei der Frachter am Freitag erfolgreich von der Station abgekoppelt worden, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Beim Eintritt in die Erdatmosphäre am Sonntag solle er über dem Pazifischen Ozean verglühen.

Der Frachter, dessen Name aus dem Lateinischen kommt und "Schwan" bedeutet, war Mitte Juli von einem Weltraumbahnhof im US-Bundesstaat Virginia aus beladen mit rund 1500 Kilogramm Nachschub zur ISS gestartet. Es war der zweite Versorgungsflug eines von der Firma Orbital Sciences entwickelten Frachters. Im Rahmen eines knapp zwei Milliarden Dollar (etwa 1,5 Milliarden Euro) schweren Vertrags soll es bis 2016 mindestens acht weitere Flüge geben.

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"Cygnus"-Raumtransporter: "...and liftoff!"
Zunächst war der Start von "Cygnus" im Juli immer wieder verschoben worden. Grund waren schlechte Wetterbedingungen. Neben den US-Privatraumschiffen von SpaceX und Orbital Sciences, die die ISS im Auftrag der Nasa beliefern, kümmern sich vor allem amerikanische und russische, manchmal auch japanische Transporter um die Versorgung der Astronauten und Kosmonauten auf dem Außenposten der Menschheit in etwa 400 Kilometern Höhe.

Dagegen stellt die Europäische Weltraumorganisation ihr Frachterprogramm in Kürze aus Geldmangel ein. Am Dienstag ist der letzte europäische Raumfrachter "Georges Lemaître" an der ISS angekommen und hat Alexander Gerst unter anderem mit Käsespätzle versorgt. Die letzte Mission des Raumfrachters vom Typ ATV (Automated Transfer Vehicle) soll insgesamt sechs Monate dauern. Dann wird auch er, beladen mit Müll, über dem Südpazifik verglühen.

jme/dpa

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