Satellitenbild der Woche: Verborgener Ring

James Bay und Umgebung: Der "Ring of Fire" liegt unter dem Gebiet links im Bild Zur Großansicht
NOAA

James Bay und Umgebung: Der "Ring of Fire" liegt unter dem Gebiet links im Bild

Im Norden der kanadischen Provinz Ontario hofft man auf ein Milliardengeschäft mit Rohstoffen. "Ring of Fire" heißt die abgelegene Region, die ein US-Satellit nun fotografiert hat.

Musikalisch gesehen hat Richard Nemis eine große Leidenschaft, den Man in Black. Der Chef diverser Rohstofffirmen, selbst gern schwarz gekleidet, liebt die Country-Legende Johnny Cash. Und so verwundert es nur wenig, dass Nemis sein Idol ins Spiel brachte, als es um seine zweite Leidenschaft ging: die - möglichst erfolgreiche - Suche nach Bodenschätzen. Als seine Explorationsteams im Norden des kanadischen Bundesstaates Ontario große Vorkommen an Chromeisenerz, Kupfer, Zink und anderen Metallen entdeckten, verpasste er der Gegend einen Namen, der an einen von Cashs größten Hits erinnert: "Ring of Fire".

Auf die Gegend konzentrieren sich große Hoffnungen für die Entwicklung des strukturschwachen Nordens der Provinz Ontario, es geht um Vorkommen mit Milliardenwert. Diese Aufnahme des US-Satelliten "Suomi NPP", den die Weltraumbehörde Nasa und die Wetterbehörde NOAA gemeinsam betreiben, zeigt die Region aus gut 820 Kilometern Höhe. Sie entstand am Abend des 17. September. Rechts im Bild zu sehen ist sind die Fluten der James Bay mit der 3000 Quadratkilometer großen Akimski-Insel. Gut zu erkennen sind größere Algenblüten und die Sedimente, die Flüsse auf Nordkurs in die Bucht schwemmen.

Streit um Landnutzungsrechte

Links im Bild ist die Gegend des "Ring of Fire" zu sehen. Das Explorationsareal ist um die 5000 Quadratkilometer groß - und bis auf wenige Siedlungen weitgehend menschenleer. Die traditionellen Bewohner der Gegend hoffen freilich auch, vom sich abzeichnenden Rohstoffboom profitieren zu können. Denn Chrom ist gefragt auf dem Weltmarkt. Bisher kommt es vor allem aus Südafrika, Kasachstan, der Türkei und Indien - und dient als wichtiger Zuschlagstoff bei der Stahlproduktion.

Aber auch die andern Rohstoffe des Feuerrings versprechen auf den Weltmärkten satte Gewinne. Das Unternehmen Noront will ab 2015 Nickel, Kupfer und Platin unterirdisch abbauen. Die Firma Cliffs Natural Resources hat es auf Chromeisenerz angesehen, das im Tagebau gewonnen und in der Nähe auch aufbereitet werden soll. Beide Unternehmen müssen dafür allerdings noch Hunderte Millionen von Dollar investieren - auch weil die geplanten Bergwerke um die 300 Kilometer von der nächsten Straßen- oder Schienenverbindung entfernt sind.

Dazu kommen weitere Probleme: Denn Cliffs darf voraussichtlich gar keine Straße bauen, das hat die zuständige Behörde in Ontario entschieden. Grund sind Landnutzungsansprüche einer konkurrierenden Firma. Nun überlegt das Unternehmen, ob es sich doch wieder aus dem "Ring of Fire" verabschiedet.

chs

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1. Kanada
piv 28.09.2013
Kanada hat kei ne Bundesstaaten. nur Provinzen.
2. Kanada
piv 28.09.2013
Kanada hat keine Bundesstaaten, nur Provinzen.
3. ring of fire
st.illgen 29.09.2013
ring of fire ist nicht von jonny cash sondern von seiner frau june carter. besse
4. Da hätte ...
poensi gestern, 12:44 Uhr
... ich einen Vorschlag. Das Tropical-Island aus der Cargolifterhalle bei Berlin rausschmeißen und für den Ring of Fire Luftschiffe in Massen produzieren. Allerdings hege ich arge Zweifel, daß die deutsche Politiker- und Managerfront diesen Vorschlag aufgreifen. Schließlich werden seit Jahrzehnten tolle Ideen in Deutschland auf die Beine gestellt und mit hunderten Millionen €uronen subventioniert, bekommen aber in schöner Regelmäßigkeit kurz vor Vollendung eine Genickschuss! Die Herstellung wird dann ohne die lästigen Entwicklungskosten und dadurch mit hohen Gewinnen von anderen Ländern betrieben...
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