Raumfahrtmuseum Moskau Diebe stehlen Gagarin-Druckkammer

Sie ist größer als ein Auto - dennoch gelang es Dieben in Moskau, eine Druckkammer zu stehlen. In ihr soll sich einst Jurij Gagarin auf seine legendäre Weltraummission vorbereitet haben.

Sowjetische Druckkammer SBK-48
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Sowjetische Druckkammer SBK-48


Jurij Gagarin war einer der größten Helden der Sowjetunion, als erster Mensch flog er im April 1961 ins Weltall. Zu Beginn seiner Karriere könnte der Kosmonaut auch in einer Druckkammer trainiert haben, die seit Jahren in einem Museum in Moskau steht - und die nun gestohlen wurde.

Wie das Kosmonautenmuseum mitteilte, sei das fast 60 Jahre alte Gerät aus einer Renovierungswerkstatt entwendet worden. Der Diebstahl des etwa bauwagengroßen Geräts sei Ende vergangener Woche bemerkt worden, sagten Ermittler der Agentur Tass zufolge. Zwar hätte die Polizei Ermittlungen aufgenommen, aber bisher gebe es keine Hinweise, die zu Tätern geführt hätten.

Laut dem Museumspersonal könnte Gagarin in der luft- und schalldichten Experimentierkammer geübt haben, hieß es. Die Zuordnung des Museumsstückes zu Gagarin und anderen sowjetischen Raumfahrtpionieren hätte aber noch erforscht werden sollen. "Der Wert der Druckkammer hängt davon ab, wer darin trainiert hat", sagte ein Museumsvertreter der Agentur Ria Nowosti. Wenn es nicht Gagarin gewesen sei, liege der Verlust bei etwa 300.000 Rubel (4000 Euro).

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Jurij Gagarin: Nationalheld und Vorbild

Erst kürzlich hatte Jurij Gagarin seinen 50. Todestag. Er starb bei einem Flugzeugabsturz - etwa sieben Jahre nach seiner legendären Expedition ins All. Die Umstände seines Todes blieben lange unklar und boten Raum für Spekulationen. Doch ein ehemaliger Kosmonaut und Begleiter von Gagarin behauptete jüngst, den Grund für den Absturz zu kennen.

Bei dem tödlichen Übungsflug am 27. März 1968 habe sich eine weitere Maschine der von Gagarin unerlaubt genähert und den Absturz verursacht. Demnach trage der damalige Testpilot des Instituts für Flugforschung die Schuld an Gagarins Tod. Doch es gibt auch Stimmen, die die Version des ehemaligen Kosmonauten als falsch bezeichnen.

joe/dpa



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