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Versorgungsflug: Privater Raumfrachter "Dragon" erreicht die ISS

Ankunft des privaten Transporters "Dragon" bei der Internationalen Raumstation ISS: Mehr als ein Monat Verspätung Zur Großansicht
AP/ NASA-TV

Ankunft des privaten Transporters "Dragon" bei der Internationalen Raumstation ISS: Mehr als ein Monat Verspätung

Die Besatzung der ISS kann sich über Nachschub freuen: Der private Raumfrachter "Dragon" hat am Sonntag die Internationale Raumstation erreicht - wegen einer Pannenserie mit mehr als einem Monat Verspätung.

Cape Canaveral - Vollbepackt mit Raumanzügen, Essensvorräten und Material für mehr als 150 wissenschaftliche Experimente hat der private Raumtransporter "Dragon" am Ostersonntag an die Internationale Raumstation ISS angedockt. Auf Live-Übertragungen der US-Raumfahrtbehörde NASA zu sehen war, wie die unbemannte Raumkapsel die ISS um 13.14 Uhr (MESZ) erreicht hat.

"Dragon" hat rund 2300 Kilogramm Versorgungsgüter an Bord, darunter auch Material für verschiedene Experimente. Unter anderem soll eine Zucht von Pflanzen vorangetrieben werden, aus denen sich die ISS-Besatzung später Salate zubereiten kann. Außerdem soll mit Hilfe der Ladung erforscht werden, warum die Schwerelosigkeit das Immunsystem von Astronauten schwächt. Auch 104 private Mini-Satelliten gelangten mit dem Flug ins All.

Der Versorgungsflug der Raumkapsel des Unternehmens SpaceX sollte ursprünglich bereits Mitte März stattfinden, hatte sich aber aufgrund einer Pannenserie um mehr als einen Monat verzögert. Eine Computerpanne auf der ISS hatte den Start gefährdet, außerdem machte ein Helium-Leck an der Trägerrakete Probleme.

Start vom Cape Canaveral

Die Raumsonde war am Freitag mit einer "Falcon 9"-Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida abgehoben, die Entladung erfolgt über das US-Modul "Harmony". Die Operation wurde von dem japanischen Kommandeur Koichi Wakata und dem US-Astronauten Rick Mastracchio ausgeführt.

Die Privatfirmen SpaceX und Orbital Sciences fliegen für die NASA Nachschub zur ISS, seit die US-Raumfahrtbehörde ihr Shuttle-Programm 2011 nach 30 Jahren eingestellt hat. Der erste Versorgungsflug fand 2012 statt - SpaceX schrieb damals mit der ersten privaten Transportmission zur ISS Raumfahrtgeschichte.

Insgesamt soll es zwölf Versorgungsflüge von SpaceX geben. Der Vertrag mit der NASA beläuft sich auf mehr als 1,1 Milliarden Euro. Nach Einsätzen im Oktober 2012 und im März 2013 ist die derzeitige Versorgungsmission die dritte des Programms.

irb/AFP/dpa

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insgesamt 13 Beiträge
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1.
SpitzensteuersatzZahler 20.04.2014
Zitat von sysopAP/ NASA-TVDie Besatzung der ISS kann sich über Nachschub freuen: Der private Raumfrachter "Dragon" hat am Sonntag die Internationale Raumstation erreicht - wegen einer Pannenserie mit mehr als einem Monat Verspätung. http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/dragon-spacex-raumfrachter-erreicht-die-iss-a-965351.html
Ist halt schon irgendwie schräg, das vorhandene Know-How und Equipment der NASA zu benutzen und dann so zu tun als wären das privatwirtschaftliche Raumtransporte...
2.
lordax 20.04.2014
Zitat von SpitzensteuersatzZahlerIst halt schon irgendwie schräg, das vorhandene Know-How und Equipment der NASA zu benutzen und dann so zu tun als wären das privatwirtschaftliche Raumtransporte...
Welches Equipment und Know-How der NASA, vom Kontrollzentrum mal abgesehen?
3.
baboinfinite 20.04.2014
Es ist und bleibt ein privatwirtschaftliches Unterfangen. Naturgemäß findet viel Kooperation mit dem Auftragsgeber statt, exklusiver geht es kaum.
4.
fsghiihbhkbhf 21.04.2014
Ist da etwa jemand neidisch? Schnarchnasen der europäischen Luft- und Raumfahrt.
5. Privat oder halbstaatlich?
kabian 21.04.2014
Die Aussage von User @SpitzensteuersatzZahler sind doch vollkommen korrekt. Ist es vielleicht möglich das die Kritiker gar nichts über die Subventionen und die NASA-Hilfe wissen?
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