SpaceX-Gründer Musk will Mars besiedeln, um die Menschheit zu retten

Im kommenden Jahr will Elon Musk seine erste Mars-Rakete starten. Über das längerfristige Ziel sprach er nun auf der Tech-Messe SXSW: Der Planet müsse auch mit Blick auf einen potenziellen Dritten Weltkrieg besiedelt werden.

Elon Musk
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Elon Musk


SpaceX- und Tesla-Gründer Elon Musk hat auf der Technikmesse South by Southwest (SXSW) im texanischen Austin über seinen ambitionierten Plan gesprochen, den Mars zu besiedeln. Es sei enorm wichtig, dort eine Basis für die Menschheit zu errichten, auf der sie sich selbst versorgen können. Der Grund? Der Mars sei von der Erde weiter entfernt als der Mond - und damit wäre dort das Überleben der menschlichen Spezies im Falle eines Dritten Weltkrieges sicherer.

"Falls es einen Dritten Weltkrieg gibt, dann sollten wir sicherstellen, dass es anderswo genügend menschliche Zivilisation gibt, um sie zurückzubringen und das dunkle Zeitalter zu verkürzen", sagte Musk. Die Fragen trug sein Freund Jonathan Nolan vor, einer der Verantwortlichen hinter der Science-Fiction-Serie "Westworld".

Elon Musk hatte bereits 2016 Pläne für eine menschliche Kolonie auf dem Mars vorgestellt und seitdem bereits Updates seiner Vision präsentiert. In Austin sagte er nun, die erste Mars-Rakete "BFR" solle im kommenden Jahr für einen Probeflug abheben. Bei seiner Mars-Mission handle es sich nicht um eine "Fluchtmöglichkeit für Reiche", dafür sei die Reise zu gefährlich. "Es wird am Anfang nicht viele Menschen geben, die das machen wollen", sagte Musk. Aber das werde sich im Laufe der Zeit ändern. Auf dem Mars sollte es auch großartige Kneipen geben, "die Mars Bar!" Ein Witz. Im Englischen ist das die Bezeichnung für einen Mars-Schokoriegel.

Musk kam auch auf seine große Sorge zu sprechen: künstliche Intelligenz. "Merkt euch meine Worte", sagte er. "Künstliche Intelligenz ist sehr viel gefährlicher als Atomwaffen." Er schlug vor, es müsse eine Art Regulierungsorganisation geben, die sicherstelle, dass bei der Entwicklung nichts schieflaufe.

Am Ende der fast anderthalb Stunden langen Frage-und-Antwort-Runde (hier sehen Sie ein Video der gesamten Veranstaltung) stand Musk mit Nolan und seinem Bruder Kimbal auf der Bühne, sie sangen gemeinsam den Song "My Little Buttercup". Schon im Vorfeld hatte Musk angekündigt: "Das wird wirklich richtig schlecht."

aar

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jkl21 12.03.2018
1. Die Menscheit retten!?
Menschen, die soviel Einfluss und Geld zur Verfügung haben, sollten sich mit sinnvolleren Überlegungen beschäftigen. Mann kann hier auf der Erde eine Menge tun, um zu verhindern, dass es einen dritten Weltkrieg gibt. Eine Mission Mars wäre nur sinnvoll wenn es dort Rohstoffe gibt die wir dringend benötigen. Für den Weltfrieden ist es allerdings notwendig, das die Grundbedürfnisse der Menschheit nach Nahrung, Wasser , Heim und Gesundheit erfüllt werden.
voiceecho 12.03.2018
2. Ok, aber....
Wenn die Menschheit auf der „Erde“ untergeht, dann liegt es zu 99,99 % an der eignen Dummheit, Ignoranz, Gier und Überheblichkeit! Die Probleme der Menschheit sind von Menschenhand gemacht, ob es die sinnlose Umweltzerstörung, rigorose Ausbeutung und wie Musk im Interview selbst im Interview sagt, ein dritter Weltkrieg. Diese „Suppe“ haben wir uns selbst eingebrockt! Deshalb ist es mehr als fraglich, ob eine Übersiedlung auf dem Mars die Menschheit retten würde, denn der Mensch ist Mensch, also werde er auch den Mars auch zugrunde richten! Es ist viel besser, das Geld in die Hand zu nehmen, um unseren Planten wieder liebenswürdiger als zu machen, anstatt eines für den lebensfeindlichen Planten zu besiedeln.
werner-xyz 12.03.2018
3. Also irgendwie
habe ich das Gefühl, dass der in einer anderen Welt lebt als ich. Ist ja nichts dagegen zu sagen, dass einer Visionär ist. Aber damit schießt er doch etwas über das Zeil hinaus. Er sollte seine Milliarden vielleicht eher mal für bezahlbare Elektroautos ausgeben, als solchen Hirngespinsten nach zu jagen. Und für jeden der sich außer in Science Fiction Romanen mit dem Thema beschäftigt hat, weiß, dass wir davon noch ein paar Jahrhunderte entfernt sind. Auch wenn es unpopulär ist. Wir werden die Probleme hier auf der Erde lösen müssen, wir haben keine Alternative.
sportimtv-fan 12.03.2018
4. Klar, den nächsten Planeten zerstören...
...die Menschheit ist es nicht wert, gerettet zu werden, so viel Schaden, wie wir dem Planet Erde, der Tier- und Pflanzenwelt und uns selbst zufügen!!!
openda 12.03.2018
5. Zivilisation
Es liegt in des Menschen Natur sich Aufgrund seiner Eigenschaften wie Neid und Gier, jede Zivilisation zu vernichten. Auch die Marsianer wird das gleiche Schiksal ereilen wie das der Erdlinge irgendwann. Die Gewaltbereitschaft erledigt dann den Rest.
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