Weltraumtourismus SpaceX muss Mond-Trip verschieben

Eigentlich sollten schon in diesem Jahr Weltraumtouristen um den Mond kreisen. Doch daraus wird wohl nichts. SpaceX-Chef Elon Musk hat offenbar Probleme mit der Technik und der Produktion.

Falcon Heavy-Rakete
REUTERS

Falcon Heavy-Rakete


Zwei Weltraumtouristen müssen offenbar länger als geplant auf ihre Reise zum Mond warten. Das private US-Raumfahrtunternehmen SpaceX hat die für dieses Jahr angekündigte Mondumrundung verschoben. Das berichtet das "Wall Street Journal" und beruft sich auf Unternehmenskreise.

Die Mission wird demnach frühestens Mitte 2019 starten. Wahrscheinlich werde sich der Start noch weiter nach hinten verschieben, weil SpaceX-Chef Elon Musk Probleme sowohl mit der Technik als auch mit der Produktion habe.

Elon Musk sorgt mit seinen ehrgeizigen Weltraumplänen immer wieder für Furore. So will er 2019 eine Rakete zum Mars schießen und den Roten Planeten mittelfristig besiedeln, um die Menschheit vor einem drohenden Dritten Weltkrieg zu retten. Außerdem schoss er eine Puppe namens "Starman" in einem Elektroauto ins All.

Das Video dazu sehen Sie hier:

SpaceX hat die Planänderung noch nicht offiziell bestätigt. Ein Sprecher sagte jedoch gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, SpaceX halte an dem Projekt fest. Zudem gebe es eine wachsende Nachfrage von Weltraumtouristen. Wann das Projekt starten soll, sagte er jedoch nicht.

Eigentlich sollten zwei Privatpersonen in der zweiten Jahreshälfte 2018 vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ins All starten. Sie hatten laut Musk bereits eine "beträchtliche" Anzahlung geleistet. Wie viel genau ist jedoch nicht bekannt.

Aktuell stärkste Rakete der Welt

Die Weltraumtouristen sollten an Bord eines "Dragon"-Raumschiffs des Unternehmens ins All fliegen. Bisher wird mit "Dragon" Essen, Ausrüstung und Treibstoff zur Internationalen Raumstation (ISS) gebracht. Die Falcon Heavy-Rakete, die als Trägersystem dienen soll, hatte ihren ersten Testflug erst vor vier Monaten absolviert.

koe/AFP

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Seite 1
sven2016 05.06.2018
1.
Vermutlich müssen Teile der Raketen derzeit manuell bearbeitet werden, außerdem fehlt ein Software-Update. Oder das nächste coole Projekt nimmt die Zeit von Herrn Musk in Anspruch.
dieraute 05.06.2018
2.
Zitat von sven2016Vermutlich müssen Teile der Raketen derzeit manuell bearbeitet werden, außerdem fehlt ein Software-Update. Oder das nächste coole Projekt nimmt die Zeit von Herrn Musk in Anspruch.
Ach, Herr Musk programmiert die Raketen persönlich? Interessantes Insiderwissen an dem Sie uns beteiligen. Danke!
Wassup 05.06.2018
3. Musk ist ein Wertzerstörer! Heisse Luft!
Wann fliegt denn endlich das Raumschiff? Wann fahren endlich die Serienreifen E-Autos? Was ist mit der Super-Transport-Röhre? Heisse Luft! Die Anleihen von Musks Unternehmen sind längst abgestürzt, hohe Risikoaufschläge bereits eingepreist. Musks Aktien bei Leerverkäufern hoch im Kurs, so sehr, das man mit einem short squeeze rechnen muss, so wie bei der VW-Aktie. Trotzdem kommen von Musk nur peinliche Antworten auf unangenehme Fragen von Investoren. Werden die Anleger geprellt?
Thorongil 05.06.2018
4. Die Rakete bekommt einen neuartigen Antrieb
Angeblich wird allein das Ego von Herrn Elon Musk ausreichen, um die Rakete zum Mond zu beschleunigen.
zeichenkette 05.06.2018
5.
Zitat von WassupWann fliegt denn endlich das Raumschiff? Wann fahren endlich die Serienreifen E-Autos? Was ist mit der Super-Transport-Röhre? Heisse Luft! Die Anleihen von Musks Unternehmen sind längst abgestürzt, hohe Risikoaufschläge bereits eingepreist. Musks Aktien bei Leerverkäufern hoch im Kurs, so sehr, das man mit einem short squeeze rechnen muss, so wie bei der VW-Aktie. Trotzdem kommen von Musk nur peinliche Antworten auf unangenehme Fragen von Investoren. Werden die Anleger geprellt?
Woher kommt eigentlich immer diese unglaubliche Aufgeregtheit? Die Raumschiffe zur ISS und zurück fliegen schon seit Jahren, SpaceX hat den Markt für Satellitenstarts innerhalb weniger Jahre völlig umgekrempelt. Tesla hat 2017 100000 Elektroautos verkauft und ausgeliefert und ist eine der sehr wenigen wirklich neuen (also nicht nur verkauften oder umfirmierten) Autohersteller in den letzten Jahrzehnten. Aber immer, wenn irgendwas mal wieder länger dauert als in den (immer hochgradig optimistischen) Ankündigungen, kommen Leute daher, für die dann auch das, was Musk und seine Firmen trotzdem schaffen (was eine ganze Menge ist) nur "heiße Luft" ist. Und zu diesen Mondtourismus-Plänen: Es war jedem klar, dass Flüge mit zahlenden Passagieren nur möglich sein werden, wenn es eine offizielle Zulassung gibt und die gäbe es frühestens dann, wenn die NASA mit Dragon 2 und FH zufrieden ist. Da das sich verzögert hat, war der Mondflug 2018 schon lange vom Tisch. Darüber darf man spotten, wenn man gerne möchte, aber deswegen ist weder SpaceX noch Tesla "heiße Luft". Wer sowas behauptet, der hat einfach mehr Wut als Verstand. Wie man ja schon am Ton immer sofort merkt...
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