Satellitenbild der Woche: Wettersatellit debütiert mit blauer Murmel

Die "Blaue Murmel" ist eine Ikone der Umweltbewegung: Das Astronautenbild der Erde ist eines der bekanntesten Fotos der Geschichte. Jetzt hat ein neuer europäischer Wettersatellit seine Arbeit mit einer Neuauflage des Motivs begonnen - das Bild erreicht höhere Qualität als das Original.

Erstes Bild von "MSG-3": Moderne Version der "Blauen Murmel" Zur Großansicht
Eumetsat

Erstes Bild von "MSG-3": Moderne Version der "Blauen Murmel"

1972 gelang den Astronauten an Bord der "Apollo 17"-Mondmission ein spektakuläres Bild: Aus einer Entfernung von 45.000 Kilometern konnten sie die Erde als Ganzes fotografieren. Es ist eine der wenigen Aufnahmen, auf denen der Planet komplett beleuchtet ist, da die Astronauten die Sonne im Rücken hatten. Das Foto, das als "Blue Marble" ("Blaue Murmel") in die Geschichte einging, ist eines der berühmtesten überhaupt - und wurde zu einer Ikone der damals noch jungen Umweltbewegung.

Eine derartige Karriere wird das erste Bild, das Europas neuer Wettersatellit "MSG-3" jetzt zur Erde gefunkt hat, vermutlich nicht hinlegen. Allerdings beeindruckt das Foto des geostationären Trabanten mit einer Schärfe, die deutlich über die der "Blue Marble" von 1972 hinausreicht. Und es beweist, dass das Radiometer "Seviri" (Spinning Enhanced Visible and Infrared Imager) an Bord des Satelliten voll funktionsfähig ist, wie die europäische Weltraumbehörde Esa mitteilte. Sie hat "MSG-3" inzwischen an die Wettersatelliten-Behörde Eumetsat übergeben.

"MSG-3" ist der dritte Satellit seiner Art; der erste wurde 2002 ins All geschossen. Die Trabanten beobachten die Erde im sichtbaren und infraroten Licht. "MSG-3" soll mit seinen Daten verbesserte Wettervorhersagen und insbesondere für Europa und Afrika ermöglichen. Er hat außerdem einen Sensor zur Bestimmung der Strahlungsbilanz der Erde an Bord. Er soll messen, wie viel Sonnenenergie in den Weltraum reflektiert wird und wie viel in das Klimasystem der Erde gelangt.

mbe

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