Mars-Rover: Satellitenbild zeigt "Curiosity" auf dem Landeplatz
"Curiosity" kann nicht nur faszinierende Bilder vom Mars schießen, sondern auf Fotos auch selbst gut aussehen. Die US-Weltraumbehörde Nasa hat jetzt das erste Satellitenbild von der Landestelle des Rovers veröffentlicht. Sogar die Spuren der Raketen sind darauf zu erkennen.
Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat das erste Satelliten-Farbfoto des Mars-Rovers "Curiosity" veröffentlicht. Auf dem Bild sei deutlich zu erkennen, wie die Landung des Roboters das lose Material am Boden aufgewirbelt habe, teilten Nasa-Wissenschaftler am Dienstag (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz mit. Die Farben des Fotos wurden künstlich verstärkt.
Um "Curiosity" herum sind verschiedene Blautöne zu erkennen. Diese seien in der Realität wahrscheinlich eher grau und zeigten, dass sich an dieser Stelle viele verschiedene Materialien befänden. Aufgenommen hat das Foto die Sonde "Mars Reconnaissance Orbiter" (MRO) beim Flug über die Landestelle.
Unterdessen sei eine neue Software komplett auf den Rover hochgeladen worden, teilte die Nasa mit. Der Roboter sei jetzt für den Einsatz auf der Oberfläche des Roten Planeten gerüstet und könne alle seine Forschungsinstrumente einsetzen.
"Curiosity", der bislang teuerste und technisch anspruchsvollste Mars-Rover, war vor rund einer Woche mit einem komplizierten Manöver auf dem Roten Planeten gelandet. Seitdem hat das Gefährt zahlreiche Fotos zur Erde gefunkt und Funktionschecks absolviert, sich aber noch nicht von der Stelle bewegt. "Wir können es kaum noch erwarten, in Bewegung zu kommen", sagte Ashwin Vasavada vom Jet Propulsion Laboratory im kalifornischen Pasadena, das die Mission leitet.
"Curiosity" soll im Gale-Krater unter anderem nach organischem Material und Spuren von Leben suchen. Ein Ziel ist Mount Sharp im Zentrum des Kraters - jener Berg, der offiziell Aeolis Mons heißt, was die Nasa aber wenig interessiert. An seinem Fuß wurden Hinweise auf frühere Wasservorkommen entdeckt. Der Weg durch die mit kleinen Steinen übersäte Ebene erscheint auf den bisherigen Fotos nicht allzu schwer. Dennoch haben die Techniker ein halbes Dutzend mögliche Routen geplant. Laut Vasavada werde es etwa ein Jahr dauern, bis "Curiosity" am Fuß des Berges angekommen ist. Unterwegs sind zahlreiche Zwischenstopps eingeplant, um etwa Bodenproben zu analysieren.
mbe/dpa/AP
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