Expressflug: Raumfahrer erreichen ISS in nur sechs Stunden

AP/dpa/NASA

Fast zwei Tage dauerte die Reise bis zur Internationalen Raumstation in einer Sojus-Kaspel - bis vor kurzem. Jetzt glückte der Flug erneut in nur sechs Stunden. Zwei Kosmonauten und ein US-Astronaut haben an der ISS angedockt.

Nach knapp sechs Stunden Flug haben zwei russische Kosmonauten und ein US-amerikanischer Astronaut die Internationale Raumstation ISS erreicht. Ihre Sojus-Kapsel koppelte am frühen Donnerstagmorgen am Außenposten der Menschheit an.

Oleg Kotow, Sergej Rjasanski und Michael Hopkins sollen fünf Monate im All bleiben. Auf der Raumstation in rund 400 Kilometern Höhe arbeiteten seit dem 10. September nur drei Raumfahrer: die US-Amerikanerin Karen Nyberg, Esa-Astronaut Luca Parmitano sowie der russische Kosmonaut Fjodor Jurtschichin.

Es war erst der dritte Expressflug einer bemannten Sojus - möglich macht dies eine neue Navigationstechnik, die nur vier Erdumrundungen erfordert. Früher dauerte die Reise zur Raumstation fast zwei Tage.

Ein anderer Flugkörper hat derweil Probleme, die ISS zu erreichen: Die Navigation einer unbemannten Cygnus-Kapsel ist wegen Software-Fehlern beeinträchtigt. Eigentlich sollte die vom US-Unternehmen Orbital Sciences gebaute Kapsel bereits am 22. September an der ISS andocken. Da zwischen Dockvorgängen an der ISS mindestens 48 Stunden liegen müssen, kann die Kapsel frühestens am Samstag an der Raumstation anlegen.

Die Kosmonauten Kotow und Riasanski sollen am 9. November die Fackel für die bevorstehenden Olympischen Winterspiele im russischen Schwarzmeerort Sotschi mit auf einen Weltraumspaziergang nehmen. Angezündet wird die Fackel dabei aus Sicherheitsgründen allerdings nicht. Die Kosmonauten haben die symbolträchtige Fackel noch nicht dabei. Das Olympische Feuer wird ab dem 6. Oktober quer durch Russland getragen, erst am 7. November soll die Fackel auf der ISS eintreffen und am 11. November auf die Erde zurückkehren.

wbr/dpa/Reuters/AFP

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