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Mission "Luna 27": Russen wollen Menschen auf den Mond schießen

Mission "Luna 27": Völlig losgelöst Fotos
DPA/ EPA/ ESA / Foster + Partners

Das Projekt war schon zu Sowjetzeiten angedacht. Jetzt wird es offenbar Realität. Der Südpol des Mondes soll erkundet werden. Die Mission "Luna 27" ist für 2020 geplant. Bald schon könnten die ersten Menschen die Erde für längere Zeit verlassen.

Die Europäische Weltraumbehörde (ESA) und die Russische Raumfahrtbehörde Roskosmos wollen ein unbemanntes Landefahrzeug zum bisher unentdeckten Südpol des Mondes schicken. Das Projekt gehört zu einer ganzen Reihe von geplanten Missionen. Deren Ziel ist es, dauerhaft menschliches Leben auf dem Mond zu etablieren.

Am Südpol gibt es Regionen, die rund um die Uhr in der Dunkelheit liegen. Sie zählen zu den kältesten Gegenden im Sonnensystem.

Das Projekt mit dem Namen "Luna 27" könnte bereits in fünf Jahren starten. Erst einmal soll das Raumschiff feststellen, ob es auf dem Mond nutzbares Wasser und Rohstoffe gibt, um Sauerstoff und Kraftstoff zu produzieren, berichtet die britische BBC auf ihrer Internetseite.

Die Mondmission werde an die Untersuchungen der damaligen Sowjetunion anknüpfen, die Mitte der 1970er Jahre eingestellt wurden, sagte Professor Igor Mitrofanov vom Weltraumforschungsinstitut in Moskau der BBC. Der Wissenschaftler gehört zu den führenden Köpfen auf dem Gebiet.

Am Südpol des Mondes ist es eiskalt

Anders als in den Sechziger- und Siebzigerjahren, als sich Amerikaner und Russen einen Wettkampf in der Raumfahrt lieferten, sei es nun an der Zeit, mit den internationalen Kollegen zusammenzuarbeiten, so Mitrofanov.

Bérengère Houdou, Chef der Mond-Gruppe am Europäischen Weltraumforschungs- und Technologiezentrums (ESTEC) sieht das ähnlich. "Wir möchten europäische Astronauten zum Mond bringen", sagte er. Aktuell gebe es Diskussionen auf internationaler Ebene, wie man umfangreich kooperieren könne, um zum Mond zurückzukehren.

mhu

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1.
asdf01 17.10.2015
"Bérengère Houdou, Chef der Mond-Gruppe am Europäischen Weltraumforschungs- und Technologiezentrums (ESTEC) sieht das ähnlich. "Wir möchten europäische Astronauten zum Mond bringen", sagte er." Das ist übrigens ein Frauenname.
2. Größenwahn
pavel1100 17.10.2015
Wenn sich die russische Wirtschaft in 5 Jahren immer noch im Sinkflug befindet werden sie vermutlich Putin zum Mond schießen.
3. Geldverschwendung !
marhof 17.10.2015
Ich finde es zwar gut das die ESA mit den Russen kooperieren will was ein positives Signal in der momentanen Weltlage ist, jedoch darf der Nutzen einer solchen Mondlandung bezweifelt werden. Es gibt genug Elend auf der Welt wo das Geld als Hilfe besser eingesetzt wäre.
4. Die bemannte Raumfahrt im Zeitalter der Roboter ist ein Luxus.
Beat Adler 17.10.2015
Die bemannte Raumfahrt im Zeitalter der Roboter ist ein Luxus. Weder die EU noch die USA und schon gar nicht Russland koennen sich diesen Luxus leisten. Menschen im All bringen im Verhaeltnis zu Robotern im All kaum noch einen Zusatznutzen. Die menschliche Raumfahrt ist vorbei, Vergangenheit, Nostalgie, mehr nicht. mfG Beat
5.
Zaunsfeld 17.10.2015
Zitat von marhofIch finde es zwar gut das die ESA mit den Russen kooperieren will was ein positives Signal in der momentanen Weltlage ist, jedoch darf der Nutzen einer solchen Mondlandung bezweifelt werden. Es gibt genug Elend auf der Welt wo das Geld als Hilfe besser eingesetzt wäre.
Frage: Besitzen Sie ein Haus? Einen Computer? Ein Auto? Mehr als drei Hosen? Mehr als zwei paar Schuhe? Fahren Sie ab und zu mal in Urlaub? Besitzen Sie einen Fernseher? Wozu das alles? Das brauchen Sie nicht wirklich zum Leben. Sie könnten all das verkaufen und dafür Nahrungsmittel für die dritte Welt zur Verfügung stellen. Wieso tun Sie das nicht? Das ist eine ernstgemeinte Frage.
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