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Forschungsprojekt "AsteroidFinder" Wie ein deutscher Satellit die Welt retten soll

Foto: DLR

2. Teil: Bierkastensystem soll Bau vereinfachen

Spietz wirkt angespannt. Er muss die Fachleute von acht DLR-Instituten koordinieren, die gemeinsam am Projekt arbeiten. Das Budget des Vorhabens ist vergleichsweise klein, die Verantwortung groß. Denn mit dem "AsteroidFinder" wollen die DLR-Fachleute zudem zeigen, wie sich Satelliten billiger und doch zuverlässig bauen lassen. "Wir möchten komplexe Projekte kostengünstig und in kurzer Zeit erstellen", sagt der Bremer Institutschef Hansjörg Dittus.

Schafft es der Asteroidenspäher tatsächlich erfolgreich ins All, dann könnten auf dessen technischer Basis weitere Satelliten entwickelt werden, für andere Beobachtungsaufgaben. Auf einen gleichen Unterbau - mit Stromversorgung, Lageregelung und Kommunikationssystemen - würden die Wissenschaftler dann ein anderes Messinstrument setzen - fertig! Manche in Bremen nennen das ein Bierkastensystem, weil die Konstruktionselemente wie Kisten gestapelt werden können.

Rigoroser Test unter Weltraumbedingungen

Vier Jahre sollen die Arbeiten an dem Asteroidenprojekt insgesamt dauern, das erste davon ist mittlerweile verstrichen. Würde es floppen, wäre der Druck auf die Verantwortlichen enorm. Doch daran mag niemand denken. Ende des Jahres soll die Spezifikation der einzelnen Teile des Satelliten fertig sein. Dafür bleibt noch einiges zu tun. Anschließend wird "AsteroidFinder" gebaut und danach rigoros unter Weltraumbedingungen getestet: geschüttelt, tiefgekühlt, bestrahlt.

Noch ist nicht klar, wie der Satellit im Jahr 2013 eigentlich auf seine Bahn in 650 bis 850 Kilometern Höhe kommt. Das DLR muss über eine Mitfluggelegenheit bei einer anderen Mission verhandeln oder eine eigene Rakete kaufen. Das wäre die weit teurere Option. Doch es geht um den Schutz unserer Erde vor einem mörderischen Einschlag. Vor dem nächsten mörderischen Einschlag, sollte man besser sagen. Denn überall auf dem blauen Planeten lassen sich die Narben früherer Asteroiden-Crashs nachweisen - siehe Fotostrecke:


Als größtes Einschlags-Mal gilt der 300 Kilometer breite Vredefort-Krater in Südafrika, der von einem zwei Milliarden Jahre alten Einschlag kündet. Etwas kleiner dürfte der kosmische Geisterfahrer gewesen sein, der vor rund 65 Millionen Jahren vor Mexiko zu Boden rauschte ("Chicxulub-Meteorit") - und zumindest von vielen Forschern für das Ende der Dinosaurier verantwortlich gemacht wird.

Erst vor wenigen Tagen berichteten italienische Forscher von den Zeugnissen eines weiteren riesigen Einschlags. Der 36 bis 46 Kilometer breite Krater in Afrika könnte, so vermuten jedenfalls Giovanni Monegato von der Universität Padua und seine Kollegen, von einem Zwei-Kilometer-Körper gerissen worden sein. Ihre Entdeckung machten die Wissenschaftler ebenfalls aus dem All - auf Satellitenbildern abgeholzter Regenwaldgebiete im Kongo.

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insgesamt 10 Beiträge
hansglueck 20.03.2010
Endlich wird gegen die seit langer Zeit äußerst akute Gefahr eines Asteroiden-Einschlags gehandelt! Wenn jetzt noch das Verschieben von Erdachsen durch Erdbeben verhindert wird, kann ich endlich wieder ruhig schlafen. Bis dahin [...]
Endlich wird gegen die seit langer Zeit äußerst akute Gefahr eines Asteroiden-Einschlags gehandelt! Wenn jetzt noch das Verschieben von Erdachsen durch Erdbeben verhindert wird, kann ich endlich wieder ruhig schlafen. Bis dahin bleibt mir nur eines - PANIK!!!
Fackus 20.03.2010
Asterix und Co hatten ja immer die Angst, daß ihnen der Himmel auf den Kopf fällt. Dann war 2000 Jahre Ruhe mit dem Thema. Nu gehts also wieder los. Und ein paar Astrofreaks und Satellitenschrauber haben wieder mal ihre Show. [...]
Asterix und Co hatten ja immer die Angst, daß ihnen der Himmel auf den Kopf fällt. Dann war 2000 Jahre Ruhe mit dem Thema. Nu gehts also wieder los. Und ein paar Astrofreaks und Satellitenschrauber haben wieder mal ihre Show. Nachdem Joachim Bublaths Bum-Bum - Weltraum-Apokalypsen aus dem ZdF verschwunden sind müssen se sich halt wieder mal was ausdenken, um das Volk in esoterischem Horror zu halten - letzlich um ihre Jobs zu rechtfertigen. Wenn so ein Brocken fällt, dann fällt er eben. Wozu Vorwarnung? Mit Raumschiffen ablenken ? Tolle Idee bei einer Technologie, die schon Mühe hat ihre paar ISS-Mannen rechtzeitig mit Milupabrei zu versorgen ...
Relation 21.03.2010
Zunaechst mal folgendes: ein Risiko setzt sich zusammen aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshoehe. Ersteres ist vermutlich sehr gering aber das wird durch letzteres wieder wett gemacht. Also ich finde es nicht falsch [...]
Zitat von FackusWenn so ein Brocken fällt, dann fällt er eben. Wozu Vorwarnung? Mit Raumschiffen ablenken ? Tolle Idee bei einer Technologie, die schon Mühe hat ihre paar ISS-Mannen rechtzeitig mit Milupabrei zu versorgen ...
Zunaechst mal folgendes: ein Risiko setzt sich zusammen aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshoehe. Ersteres ist vermutlich sehr gering aber das wird durch letzteres wieder wett gemacht. Also ich finde es nicht falsch wenigstens warnen zu koennen. Evtl. kann man dann ja noch ein paar Leute evakuieren, wenn es sich nicht um einen riesiger Brocken handelt bei dem eh alles zu spaet ist. Und wenn man das mit dem Warnen/Entdecken mal im Griff hat, hat evtl. jemand ne Idee was man tun koennte ausser nur zu warnen.
Sie sind ein böser, böser Mensch. Wahrscheinlich nicht mal ein Christ! Liebe Wissenschaftler! Bitte nehmt den Foristen der diesen zitierten Beitrag geschreiben hat nicht ernst! Er weiss es halt nicht besser. Wir anderen [...]
Zitat von hansglueckEndlich wird gegen die seit langer Zeit äußerst akute Gefahr eines Asteroiden-Einschlags gehandelt! Wenn jetzt noch das Verschieben von Erdachsen durch Erdbeben verhindert wird, kann ich endlich wieder ruhig schlafen. Bis dahin bleibt mir nur eines - PANIK!!!
Sie sind ein böser, böser Mensch. Wahrscheinlich nicht mal ein Christ! Liebe Wissenschaftler! Bitte nehmt den Foristen der diesen zitierten Beitrag geschreiben hat nicht ernst! Er weiss es halt nicht besser. Wir anderen sind euch ewiglich dankbar, dass ihr die Mesnchheit mit eurer Arbeit vor dem Aussterben bewahrt. Man muss sich ja nur auf dem Planeten umschauen um zu sehen wie segensreich die Existenz des Homo Sapiens für die ganze Welt ist. Und wir alle versprechen auch ganz hochheilig, dass wir brav auf ewig unsere Steuern zahlen, dammt man euch für eure ungeheuer entscheidende Forschung damit bezahlen kann.
Nordluchs 21.03.2010
Wer die Gefahr durch Asteroideneinschäge vernachläsigt ist töricht, jeder mit logischem Menschenverstand weiss das! Es gilt bei allen Risiken: Eintrittwahrscheinlochkeit vs. Schaden. Auch wenn die EIntrittwahrscheinlichkeit [...]
Wer die Gefahr durch Asteroideneinschäge vernachläsigt ist töricht, jeder mit logischem Menschenverstand weiss das! Es gilt bei allen Risiken: Eintrittwahrscheinlochkeit vs. Schaden. Auch wenn die EIntrittwahrscheinlichkeit sehr niedrig ist, ist der Schaden ein Total Loss, deshalb muss man sich dagegen mit entsprechenen Kosten/Nutzen absichern. Es ist ja hier nicht so, das Mrd. ausgegeben werden, sondern gerade soviel um gerademal das nötigste abzusichern. Einer der wenigen Felder, wo mal weitsichtig gedacht wird und gleich kommen die "Heuler" daher. Kein Wunder dass in der Politik nur diese kurzfristigkeit vorherrscht. Hatte es 1908 Westeuropa erwischt, hätten wir jetzt bereits ein Abwehrschild mit hunderten Mrd. finanziert...
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