"Genesis"-Crash: Defekter Schalter ließ Raumkapsel abstürzen

Die Ursache für den Absturz des Sonnenstaub-Behälters der "Genesis"-Raumsonde scheint geklärt. Ein falsch eingebauter Schalter war nach Angaben der Nasa dafür verantwortlich, dass die Bremsfallschirme versagten und die Raumkapsel am Boden zerschellte.

"Genesis"-Probenbehälter nach dem Crash: Defekter Schalter löste das Malheur aus
NASA/ JPL

"Genesis"-Probenbehälter nach dem Crash: Defekter Schalter löste das Malheur aus

Washington - Ein "Konstruktionsfehler" habe den Crash der "Genesis"-Probenkapsel ausgelöst, hieß es in einer Stellungnahme der US-Raumfahrtbehörde. Ein Schwerkraft-Schalter, der auf den Bremseffekt der Atmosphäre hätte reagieren sollen, habe nicht funktioniert. Deshalb hätten sich die Fallschirme nicht geöffnet, so der vorläufige Bericht der Nasa-Untersuchungskommission. US-Medien berichteten, dass der Schalter falsch herum eingebaut war.

Der Behälter mit Partikeln, welche die Raumsonde "Genesis" in fast dreijähriger Arbeit aus dem Sonnenwind eingefangen hatte, war bei der Rückkehr zur Erde am 8. September in der Wüste des US-Bundesstaats Utah zerschellt.

Die Nasa betonte, dass es sich um ein vorläufiges Untersuchungsergebnis handele und noch andere Faktoren bei dem Absturz eine Rolle gespielt haben könnten. "Die Kommission will diese Ursache noch durch weitere Arbeit bestätigen und herausfinden, wie es zu diesem Fehler kommen konnte und warum er nicht während der Tests entdeckt wurde", sagte Michael Ryschkewitsch, der Vorsitzende des Gremiums.

Durch den Absturz der Kapsel wurde das wertvolle Sonnenwind-Material ersten Befürchtungen zum Trotz nicht vollständig unbrauchbar. Ghassem Asrar vom Science Mission Directorate der Nasa sagte, eine "bedeutende Menge der wertvollen Proben" sei gerettet worden. "Trotz der harten Landung hat Genesis die Erwartungen erfüllt."

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