"Hayabusa 2" Japanische Raumsonde landet auf Asteroiden Ryugu - aber nur kurz

Rund 340 Millionen Kilometer von der Erde entfernt ist die japanische Raumsonde "Hayabusa2" auf einem Asteroiden gelandet. An Bord befindet sich ein Sprengsatz.

"Hayabusa 2" auf Asteroid Ryugu (künstlerische Darstellung)
Jaxa/Reuters

"Hayabusa 2" auf Asteroid Ryugu (künstlerische Darstellung)


"Es sieht so aus, als sei die Landung erfolgreich gewesen", sagte eine Sprecherin der japanischen Raumfahrtagentur Jaxa. Die japanische Raumsonde "Hayabusa2" ist in rund 340 Millionen Kilometern Entfernung von der Erde erfolgreich auf dem Asteroiden Ryugu gelandet. Das gab die japanische Raumfahrtbehörde Jaxa am Freitag bekannt.

"Hayabusa 2" sollte bei dem nur sehr kurzen Auftreffen Proben von der Oberfläche des Asteroiden nehmen und dann in eine Umlaufbahn um den Kometen zurückkehren. Geplant war, dass die Sonde einen kleinen Sprengsatz abfeuert, der einen künstlichen Krater in der Asteroidenoberfläche formt. Anschließend sollte sie das aufgewirbelte Material von dem Asteroiden aufnehmen.

Es werde jedoch noch einige Tage dauern, bis bestätigt werden könne, ob die ersten Proben wie geplant eingesammelt werden konnten, hieß es.

Schatten von "Hayabusa 2" auf dem Asteroiden Ryugu
JAXA/Reuters

Schatten von "Hayabusa 2" auf dem Asteroiden Ryugu

Erkenntnisse über die Entstehung unserer Erde

Ende nächsten Jahres soll die Sonde mit dem Material zur Erde zurückkehren. Ihr Vorgänger-Modell hatte bereits 2010 erstmals Bodenproben eines Asteroiden zur Erde gebracht. "Hayabusa2" startete im Dezember 2014 in Japan und erreichte nach fast vier Jahren im All Ende Juni vergangenen Jahres ihr Ziel.

Ein vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der französischen Raumfahrtagentur CNES entwickelter Lander namens "Mascot" war im Oktober auf Ryugu gelandet und hatte diesen 17 Stunden lang erkundet - bis seine Batterie erlosch (mehr dazu lesen Sie hier).

"Hayabusa 2" vor der Landung (künstlerische Darstellung)
JAXA/Reuters

"Hayabusa 2" vor der Landung (künstlerische Darstellung)

Die Forscher wollen mit der Mission den Ursprüngen des Sonnensystems auf die Spur kommen. "Mascots" Daten könnten wichtige Erkenntnisse über die Entstehung unserer Erde und zur Abwehr von Asteroiden-Einschlägen liefern. Die Mission von "Hayabusa2" geht unterdessen weiter.

Zwei weitere Male soll sie in den kommenden Monaten noch zur Oberfläche des Asteroiden fliegen und dort Material sammeln. Die Sonde wird im Jahr 2020 wieder an der Erde ankommen und die Proben abliefern, bevor sie in der Atmosphäre verglüht.

jme/dpa/AFP



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