Hitze in Berlin Satellitenbild zeigt Auswirkungen der Rekord-Dürre

Seit Wochen ist es in Berlin extrem warm und sonnig. Ein Satellitenbild zeigt die dramatischen Auswirkungen auf die Vegetation.

Satellitenbild von Berlin
ESA

Satellitenbild von Berlin


Im Juli war es laut dem Deutschen Wetterdienst in Deutschland nirgendwo so warm wie in Berlin. Die Durchschnittstemperatur lag bei mehr als 21 Grad Celsius, fast 325 Stunden lang brannte die Sonne im Juli auf die Hauptstadt. Wie sich das auf die umgebende Vegetation auswirkt, zeigt nun ein Satellitenbild der Europäischen Weltraumorganisation Esa.

In dem Schiebebild ist links ein Satellitenbild der Landschaft rund um Berlin aus dem vergangenen Sommer zu sehen, rechts ein aktuelles Bild. Der Vergleich zeigt: Was im vergangenen Jahr saftig grün war, ist heute weitgehend vertrocknet, wie die vielen bräunlichen Flächen beweisen.

Hitze in Berlin

Satellitenbilder zeigen die Auswirkungen der Rekord-Dürre

Obwohl ein Teil dieser Flächen beispielsweise für den Weizenanbau genutzt wird und deshalb braun erscheint, werden andere Flächen, wie beispielsweise rund um den Flughafen Berlin Tegel, nicht landwirtschaftlich genutzt. Dennoch zeigen sich dort deutliche Veränderungen.

Dabei war es in Berlin zwar sehr warm, im Vergleich zum Rest Deutschlands aber noch vergleichsweise feucht, zumindest im Juli. Mit gut 70 Litern Regen pro Quadratmeter war Berlin in dem Monat die niederschlagsreichste Region des Bundesgebiets. Trotzdem ist dieser Sommer im Vergleich zu vorherigen Jahren auch in der Hauptstadt ungewöhnlich trocken - mit teilweise verheerenden Folgen.

Nur dreißig Kilometer von der Hauptstadt entfernt, wüteten in Brandenburg großflächige Waldbrände. Die Feuerwehr war tagelang im Dauersatz. Weitere Auswirkungen der Rekord-Dürre in diesem Jahr, sehen Sie in der Fotostrecke.

Fotostrecke

21  Bilder
Sommer 2018: In Deutschland ist's heiß und trocken

Die Satellitenaufnahmen stammen von den Copernicus Sentinel-2 Satelliten. Sie sollen unter anderem Vegetationsveränderungen überwachen und verfügen deshalb über hochauflösende multispektrale Kameras.

In den kommenden Tagen rechnet der Deutsche Wetterdienst mit heftigen Gewittern in Berlin - mit Starkregen, Hagel und Sturmböen. Der zusätzliche Regen bedeutet jedoch keine Erleichterung für die Vegetation, denn es soll weiterhin heiß und trocken bleiben.

Im Video: Schifffahrt auf der Elbe eingestellt

REUTERS

koe



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