665-Millionen-Pixel-Foto von "Hubble" Hallo Nachbar!

Das Weltraumteleskop "Hubble" hat die bislang detailreichste Aufnahme des Dreiecksnebels gemacht, einer Nachbargalaxie unserer Milchstraße. Das Foto zeigt bis zu 15 Millionen Sterne.

Das Bild des Dreiecksnebels ist eine Kombination von 54 "Hubble"-Einzelaufnahmen
Nasa / Esa / M. Durbin, J. Dalcanton, and B. F. Williams / University of Washington / dpa

Das Bild des Dreiecksnebels ist eine Kombination von 54 "Hubble"-Einzelaufnahmen


Dass er nachts normalerweise nur schwer zu sehen ist, hat mit einer Besonderheit zu tun: Die Sterne des Dreiecksnebels, einer Spiralgalaxie in unserer kosmischen Nachbarschaft, sind über eine vergleichsweise große Fläche am Südhimmel verteilt. Daher ist ihre Leuchtkraft nicht fokussiert - und man nimmt am besten einen Feldstecher zur Hand, um sie zu beobachten. Sonst ist selbst bei guten Bedingungen nur ein milchiges Fleckchen zu erkennen.

Oder man wirft einen Blick auf das Bild, das das Weltraumteleskop "Hubble" gerade gemacht hat. Es ist die bislang detailreichste Aufnahme des Dreiecksnebels überhaupt. Die Galaxie im Sternbild Dreieck ist ungefähr drei Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt. Und das vom europäischen "Hubble"-Zentrum in Garching bei München veröffentlichte Bild von ihr hat 665 Millionen Pixel.

Das Foto ist aus 54 Einzelaufnahmen zusammengesetzt. Es ist das zweitgrößte Bild, das "Hubble" je veröffentlicht hat. Nur ein Bild der Andromeda-Galaxie von 2015 war noch höher aufgelöst. Es zeigte mehr als hundert Millionen Sterne.

Das neue Foto umfasst nun etwa zehn bis fünfzehn Millionen einzelne Sonnen. Die Aufnahme ist zu groß, um Details auf einen Blick zu erschließen. Hier finden Sie eine Version zum Zoomen, mit der Sie einzelne Bereiche unter die Lupe nehmen können.

Das könnte Sie auch interessieren

Mit dem neuen Mosaik wollen Astronomen sogenannte Sternentstehungsgebiete in der kleinen Spiralgalaxie untersuchen, wo aus Gas und Staub neue Sonnen produziert werden, wie das Zentrum erläuterte.

Der Dreiecksnebel ist in den Himmelskatalogen der Astronomen unter den Nummern M33 und NGC 598 zu finden. Er ist nach dem Andromedanebel und der Milchstraße die drittgrößte Spiralgalaxie der sogenannten Lokalen Gruppe.

Sie enthält etwa 40 Milliarden Sterne und einige aktive Sternfabriken. Mit einem Durchmesser von etwa 60.000 Lichtjahren ist sie etwa zwei Drittel so groß wie die Milchstraße. Die Zahl der Sterne in unserer Galaxie wird auf 100 bis 400 Milliarden geschätzt.

chs/dpa



insgesamt 1 Beitrag
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
permissiveactionlink 09.01.2019
1. Nein, am Südhimmel
ist die Pinwheel-Galaxy, Messier 33 mitnichten zu finden. Unter Südhimmel versteht man nämlich den Sternenhimmel, den man vom Südpol der Erde aus vollständig sehen kann, also alles südlich des Himmelsäquators mit Deklination kleiner Null. M33 befindet sich aber eindeutig auf der nördlichen Hälfte des Sternenhimmels, bei der Deklination +30°39'36,7". Da Deutschland etwa beim Breitengrad +50° liegt, sind alle Sterne oder Objekte mit Deklination +40° oder größer zirkumpolar, also nachts das ganze Jahr über dem Horizont sichtbar. Dies gilt nicht für M33. Diese Galaxie bewegte sich heute morgen um 09:39:18 Uhr im Nordosten (35° Azimuth) über den Horizont, erreichte um 18:50:05 Uhr in Südlicher Richtung den höchsten Punkt über dem Horizont, auf dem Ortsmeridian in 70° Höhe, und geht um 04:04:47 Uhr im Nordwesten (Azimuth 326°) wieder unter. Aber all das geschieht am Nordhimmel. Die Galaxie ist zwar beim Blick Richtung Süden um 18:50 Uhr in 70° Höhe am besten beobachtbar, nicht aber am Südhimmel !
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.