Roboter auf Rotem Planeten "InSight" schickt erstes Selfie vom Mars

Gut zwei Wochen nach ihrer Landung auf dem Mars hat die Sonde "InSight" ihr erstes Selfie zur Erde geschickt. Eine zweite Aufnahme soll helfen, die Messgeräte des Geräts in Position zu bringen.

Selfie von "InSight"
NASA/ JPL-Caltech/ EPA-EFE/ REX

Selfie von "InSight"


Die Mars-Sonde "InSight" hat ein erstes Selfie auf dem Mars geschossen. Mithilfe der Kamera an ihrem Roboterarm hat sich "InSight" selbst fotografiert.

Das Bild zeigt die Solarmodule sowie die Fläche mit den Messinstrumenten des Roboters und setzt sich aus elf überlappenden Einzelbildern zusammen. Mit dieser Fototechnik entstand auch ein Bild des Arbeitsplatzes der Raumsonde, ein Bereich von rund acht Quadratmetern auf der Marsoberfläche. Dazu wurden 52 Bilder zusammengesetzt.

"InSight" ("Interior Exploration using Seismic Investigations, Geodesy and Heat Transport") hat eine Masse von 360 Kilogramm. Der Roboter rollt nicht, sondern bleibt an einem Ort. In den nächsten Wochen wollen Wissenschaftler entscheiden, wo genau in dem Arbeitsbereich sie die Instrumente platzieren.

Arbeitsplatz von "InSight"
NASA/ JPL-Caltech

Arbeitsplatz von "InSight"

Mit Absicht ein langweiliger Landeplatz

Der Roboterarm wird dann ein Seismometer auf den Marsboden setzen, das von Marsbeben und Meteoriteneinschlägen ausgehenden Schockwellen aufzeichnet. Außerdem soll "InSight" ein Loch in den Boden graben. Bis zu fünf Meter tief wird sich eine Apparatur namens "HP3" in den Boden hämmern - um dort Temperatur und Wärmeleitfähigkeit des Untergrundmaterials zu messen.

Damit das klappt, hat die Nasa extra einen langweiligen Landeplatz für die Sonde ausgesucht. "Durch die fast vollkommene Abwesenheit von Felsen, Hügeln und Löchern ist der Arbeitsplatz sehr sicher für unsere Instrumente", sagt Bruce Banerdt von der Nasa.

Der im Mai 2018 gestartete Lander erreichte im November die Ebene Elysium Planitia nördlich des Mars-Äquators (mehr dazu lesen Sie hier). Er soll vor allem das Innere des Planeten untersuchen. Die insgesamt rund 650 Millionen Euro teure "InSight"-Mission ist auf zwei Jahre angelegt.

Zuletzt hatte die Nasa 2012 den Rover "Curiosity" erfolgreich auf den Mars gebracht. Landungen auf dem roten Planeten gelten als extrem schwierig - nur etwa 40 Prozent aller bisher weltweit gestarteten Mars-Missionen waren der Nasa zufolge erfolgreich.

jme/dpa

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