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Internationale Raumstation: Weihnachten wird zu sechst gefeiert

Auch auf der Internationalen Raumstation kann Weihnachten kommen - die wichtigsten Partygäste sind jetzt jedenfalls da. Ein Sojus-Transporter mit drei Raumfahrern an Bord hat an der Station festgemacht.

Sojus-Raumschiff im Anflug: ISS-Besatzung ist wieder komplett Zur Großansicht
REUTERS / NASA TV

Sojus-Raumschiff im Anflug: ISS-Besatzung ist wieder komplett

Berlin - Die Sojus TMA-03M-Fähre mit Oleg Kononenko (Russland), Donald Pettit (USA) und André Kuipers (Niederlande) hat vier Minuten früher als geplant an der Station festgemacht, teilte das russische Flugleitzentrum mit. Das Trio, das am Mittwoch vom kasachischen Baikonur gestartet war, wurde von den Russen Anton Schkaplerow und Anatoli Iwanischin sowie US-Astronaut Dan Burbank begrüßt. Die drei hatten in den letzten Wochen allein auf der ISS Wache gehalten.

Eigentlich wollte Russland das Raumschiff erst am 26. Dezember starten, um die ISS-Mannschaft zum Jahresende komplett zu haben. Doch das lehnten die Europäer und Amerikaner ab. Sie wollten die Weihnachtstage nicht bei den Startvorbereitungen auf dem eiskalten, zugigen und nicht gerade sehr komfortablen Weltraumbahnhof in der winterlichen Steppe verbringen.

Die Russen, deren orthodoxe Weihnachten erst am 6. Januar beginnen, lenkten daraufhin ein. Deswegen wurde der Starttermin auf den 21. Dezember vorgezogen, so dass die Esa- und Nasa-Delegationen sowie die Familien von Kuipers und Pettit noch rechtzeitig zum Fest nach Hause können.

Auf die sechs Astronauten an Bord der ISS wartet in den kommenden Monaten neben den täglichen Routinearbeiten ein strammes Wissenschaftsprogramm mit rund 70 Experimenten. Aber natürlich lässt der Flugplan den Männern zu Weihnachten und Silvester ein bisschen Zeit zur Besinnung. Diese beginnt am Heiligen Abend mit dem virtuellen Besuch des niederländischen Weihnachtsmanns Sinterklaas, der traditionell Schokoladenmünzen und Marzipan bringt, und setzt sich in der Nacht zum 1. Feiertag mit seinem US-Kollegen Santa Claus fort.

Die drei Russen müssen zwar noch zwei Wochen auf die Bescherung durch Djed moros, Väterchen Frost, warten, doch der Stimmung an Bord tut das keinen Abbruch. Sie können sich um den Weihnachtsschmuck in der Station, zu dem mehrere kleine Plastiktannen gehören, und um den Festtagsschmaus kümmern. Zudem dürfen sich die sechs Männer auf ihr größtes gemeinsames Geschenk freuen: Eine extra Videokonferenz mit ihren Familien.

chs/dapd

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