ISS Astronaut pumpt aufblasbares Modul für Raumstation auf

Im zweiten Durchgang war Jeff Williams erfolgreich: Der Astronaut hat das neue Modul "Beam" an der Internationalen Raumstation ISS aufgepumpt. Noch kann er es aber nicht betreten.

Aufblasbares Modul an der ISS
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Aufblasbares Modul an der ISS


Zwei Tage nach dem abgebrochenen Versuch, die Internationale Raumstation ISS durch ein aufblasbares Modul zu erweitern, ist der Nasa das Experiment doch noch gelungen. Sieben Stunden lang pumpte Astronaut Jeff Williams das Modul "Beam" in kleinen Schüben auf, bis es am Samstag um 22 Uhr MESZ ganz entfaltet war.

Die Astronauten müssen noch einige Tests vornehmen, um sicherzugehen, dass keine Luft aus dem Modul entweicht. Nach einer Reihe weiterer Vorbereitungen werden sie es dann in etwa einer Woche erstmals betreten. Am Freitag musste der Test nach zwei Stunden wegen technischer Probleme abgebrochen werden.

"Beam" wurde vom Privatunternehmen Bigelow Aerospace im Auftrag der Nasa zu einem Preis von 18 Millionen Dollar entwickelt und wird nun erstmals im All getestet. Aufblasbare Module sollen nach den Plänen von Nasa und Bigelow Aerospace in künftigen Jahrzehnten als Wohnräume für Astronauten auf dem Mond oder Mars dienen. Ihr großer Vorteil besteht darin, dass sie beim Transport nur wenig Raum brauchen.

Allerdings ist noch ungeklärt, ob ein Modul wie "Beam" die Astronauten ausreichend gegen die hochintensive Sonnenstrahlung und die extremen Temperaturschwankungen im All sowie gegen herumfliegenden Weltraumschrott schützen würde. Im Inneren von "Beam" sind Sensoren installiert, die die Strahlung messen. Diese Messdaten sollen regelmäßig von den ISS-Astronauten ausgelesen werden.

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Raumfahrt: Beam me up!

brt/AFP

insgesamt 40 Beiträge
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sparrenburger 29.05.2016
1. Weltraumschrott
Die Frage der Stabilität wird sich nicht in einer Woche klären lassen. Da müssen dann wohl die Astronauten das Kaninchen machen - und wenn es stabil genug ist macht Biggelow damit Kohle.
emailanmeldung24 29.05.2016
2. Wieso manuell?
Wieso ist immer die Rede davon, dass Astronauten die Daten ablesen werden? Kann das nicht heutzutage ohne Probleme automatisch geschehen? Man muss doch nur eine Verbindung zwischen dem Modul und Bordcomputer herstellen. Das werden ja wohl keine Teststreifen, Testchemikalien, ... sein, sondern elektronische Geräte.
hjo 29.05.2016
3. Vakuum
"Aufpumpen" im Vakuum? "Luft reinlassen" würde ich es eher nennen. Und selbst hier unten im Jammertal, pumpt man da wirklich etwas Aufblasbares auf oder würde man eher etwas Aufpumpbares aufblasen? Aber wahrscheinlich ist das alles nur ein Fake, ein Beweis dafür, dass es die Raumstation gar nicht gibt.
johannesraabe 29.05.2016
4.
Das ist eine Farce. Wir haben keine sinnvollen Methoden um zum Mond zu kommen. Ist es gerechtfertigt, das wir diesen Mist da oben machen und Milliarden verpulvern, um am Ende festzustellen, dass man nie eine Marskolonie für nochmehr Zerstörung aufbauen kann? Wie Relitätsverzehrt kann man denn sein?!
diesonnescheint 29.05.2016
5. fantastisch!
Adolar wird sich freuen. jetzt kann bald jeder seine Rakete mit 'ner Luftpumpe selber aufblasen und los gehts...... Rein technisch betrachtet finde ich diese Möglichkeit der Platzgewinnung bzw. - Erweiterung sensationell. Mal sehen was da in der Zukunft noch so kommt. Allen einen schönen Sonntag!
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