Furcht vor Weltraumschrott ISS-Besatzung flüchtet in Weltraumkapsel

Die Astronauten der Internationalen Raumstation hatten sich in eine angedockte Kapsel zurückgezogen - sie fürchteten eine Kollision mit anfliegendem Satellitenschrott. Doch das Teil flog knapp vorbei.

Internationale Raumstation ISS: Astronauten aus den USA, Russland und Japan sind derzeit an Bord
DPA

Internationale Raumstation ISS: Astronauten aus den USA, Russland und Japan sind derzeit an Bord


Die Crew der Internationalen Raumstation ISS hat sich am Donnerstag zeitweilig in eine angedockte Sojus-Kapsel zurückgezogen. Es habe sich um eine Vorsichtsmaßnahme gehandelt, erklärte die US-Weltraumagentur Nasa. Teile eines inaktiven russischen Satelliten seien auf die ISS zugerast. Es habe die Sorge gegeben, dass die ISS von dem Weltraumschrott getroffen werde.

Doch am frühen Nachmittag deutscher Zeit habe der Schrott die Station knapp passiert, die drei Astronauten aus den USA und Russland konnten in die Raumstation zurückkehren, berichtet die Nasa. Die ISS funktioniere normal.

Die Lage der ISS, die in etwa 400 Kilometer Höhe die Erde umkreist, wird regelmäßig mithilfe von Motoren korrigiert, wenn die Station an Höhe verliert oder die Station Weltraumschrott ausweichen muss. Warum das diesmal nicht geschah, ist unklar.

Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Version hieß es, es wären sechs Astronauten an Bord. Wir haben korrigiert und bedauern den Fehler.

boj

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 38 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Emmi 16.07.2015
1. Rücknahmepflicht für Weltraumschrott!
Wer was in den Orbit schießt, soll es gefälligst auch wieder entsorgen!
susuki 16.07.2015
2.
Das Schrott-Problem muss gelöst werden. Im Prinzip müssen die Teile nur entschläunigt werden sodass sie runterfallen. Jemand eine Idee?
timbo 16.07.2015
3. Korrektur
Im Moment sind nur drei Astronauten auf der ISS, einer aus den USA und zwei Russen.
o-w 16.07.2015
4. Wurde schon verfilmt...
"Gravity" mit Sandra Bullock und George Clooney. Da hat der Schrott getroffen. Hier Gottseidank nicht.
timbo 16.07.2015
5. ISS Orbit
"Die Lage der ISS, die in etwa 400 Kilometer Höhe die Erde umkreist, wird regelmäßig mithilfe von Motoren korrigiert, wenn die Station an Höhe verliert oder die Station Weltraumschrott ausweichen muss. Warum das diesmal nicht geschah, ist unklar." Es ist NICHT unklar, warum die ISS nicht ausweichen konnte. Es gab de facto nie eine Chance auszuweichen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.