Italienerin auf der ISS Astronautin nimmt Espressomaschine mit ins All

Mit der Italienerin Samantha Cristoforetti arbeitet nach 13 Jahren wieder eine Europäerin auf der Internationalen Raumstation ISS. Im Gepäck hat sie exquisite Kost.


Moskau/Hamburg - Ein landestypisches Requisit hat die italienische Astronautin Samantha Cristoforetti mit auf die Internationale Raumstation ISS genommen. Die 37-Jährige hat eine Kaffeemaschine mit dem Spitznamen "ISSpresso" mitgebracht.

Samantha Cristoforetti dockte in der Nacht zu Montag mit einer Sojus-Kapsel am Außenposten der Menschheit an, gemeinsam mit dem Russen Anton Schkaplerow und dem US-Amerikaner Terry Virts, wie die Flugleitzentrale bei Moskau der Agentur Tass mitteilte. Erstmals seit 13 Jahren arbeitet damit wieder eine europäische Astronautin auf der ISS.

Auch 15 Dosen mit je 30 Gramm schwarzem Kaviar für die Silvesterfeier im All waren an Bord. Die Neuankömmlinge brachten zudem Äpfel, Tomaten und schwarzen Tee mit auf die ISS.

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Italienerin auf dem Weg zur ISS: "Ihr hört von mir aus dem All!"
Dort arbeiten bereits der US-Amerikaner Barry Wilmore sowie die Russen Alexander Samokutjajew und Jelena Serowa, die aus dem asiatischen Teil Russlands stammt. Sie sollen Anfang März zur Erde zurückkehren. Bis dahin arbeiten zum zweiten Mal in der 16-jährigen Geschichte der ISS zwei Frauen gleichzeitig an Bord der Raumstation.

"Ich mag Herausforderungen und möchte diese Mission so intensiv erleben, wie es geht", hatte Cristoforetti vor dem Start gesagt. Mit ihrem Flug wolle sie die Raumfahrt voranbringen. "Wenn das Leben im All in 500 Jahren normal sein soll, müssen wir heute damit beginnen." Als bisher letzte Astronautin der Europäischen Raumfahrtagentur Esa betreute 2001 die Französin Claudie Haigneré zahlreiche Experimente auf der ISS rund 400 Kilometer über der Erde.

Die Raumkapsel mit Cristoforetti an Bord war knapp sechs Stunden vor dem Andocken vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan abgehoben. "Gratuliere. Ich habe euren fantastischen Start verfolgt", schrieb der deutsche Astronaut Alexander Gerst bei Twitter. Er war am 10. November nach einem halben Jahr aus dem Kosmos zurückgekehrt. Cristoforetti, die insgesamt 59. Frau im All, soll Experimente von Gerst fortführen.

Seit die US-Raumfahrtbehörde Nasa ihre Space-Shuttle-Flotte 2011 einmottete, stellen die Sojus-Schiffe das einzige Transportmittel zur ISS dar. Vor kurzem gab die Nasa bekannt, wieder in die bemannte Raumfahrt zurückkehren zu wollen.

boj/dpa



insgesamt 30 Beiträge
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bruno bär 24.11.2014
1. na wenn das...
... keine Nachricht wert ist.
telltaleheart 24.11.2014
2. Unbeschwerter Kaffeegenuss
Der Artikel hat mich aber neugierig gemacht: Wie funktioniert denn eine Espresso-Maschine in der Schwerelosigkeit, bzw. kann man die da überhaupt benutzen ohne sich zu verbrühen und eine Riesenschweinerei anzurichten? Ich sehe schon braune, heiße Killer-Bubbles mit appetitlicher Crema durch die ISS schweben und die Mannschaft in Angst und Schrecken versetzen.
AndreasWolf 24.11.2014
3. La dolce vita
Die Italiener verstehen es zu leben :-)
amidelis 24.11.2014
4. So ein Quatsch
Wenn wir die ganzen Gelder investieren würden um das Leben auf unserem Planeten zu verbessern wäre es besser angelegt. Verrücktes Zeug - einen anderen Planeten suchen Auf dem wir weiterleben ? In der Immobilienwirtschaft nennt man sowas Mietnomade !
akrde 24.11.2014
5. Also war Alexander Gerst...
...kein Europäer? "Mit der Italienerin Samantha Cristoforetti arbeitet nach 13 Jahren wieder eine Europäerin auf der Internationalen Raumstation ISS."
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