ISS: Schlechtes Wetter verzögert Raumfahrer-Rückflug
Überraschung beim Abkoppeln: Wegen eines Schneesturms in Kasachstan wurde der Rückflug von drei Raumfahrern kurzfristig verschoben, das Manöver zum Abkoppeln der Sojus-Kapsel gestoppt. Nun sollen sie am Freitag abdocken.
Hamburg - Wegen schlechten Wetters am Landeort in Kasachstan können drei Raumfahrer der Internationalen Raumstation ISS erst am Samstag und damit einen Tag später als geplant auf die Erde zurückkehren.
Die Sojus-Kapsel mit dem US-Astronauten Kevin Ford sowie den russischen Kosmonauten Oleg Nowizki und Jewgeni Tarelkin werde um 4.06 Uhr mitteleuropäischer Zeit in Kasachstan erwartet, teilte die Flugleitzentrale bei Moskau der Agentur Interfax am Freitag mit. "Das Wetter in Zentralasien bessert sich zusehends, der neue Termin ist nicht gefährdet", sagte Raumfahrtexperte Sergej Krikaljow.
Ford, Nowizki und Tarelkin, die seit Oktober 2012 im All arbeiten, hatten bereits das Abkoppeln vorbereitet, als das Manöver gestoppt wurde. "Starker Schneeregen und heftiger Wind haben den Flug der Hubschrauber mit Rettungskräften zum geplanten Landeort bei der Stadt Arkalyk verhindert", sagte Wladimir Solowjow von der Flugleitzentrale. "Wir wollten jedes Risiko vermeiden", betonte er.
Grüße von der Queen
Außer den drei Heimkehrern arbeiten derzeit Chris Hadfield (Kanada) sowie Thomas Marshburn (USA) und Roman Romanenko (Russland) auf dem Außenposten der Menschheit in etwa 420 Kilometern Höhe.
Für Ende März ist der nächste Start eines Sojus-Raumschiffs mit drei Mann Besatzung vom Kosmodrom Baikonur (Kasachstan) zur ISS geplant.
Chris Hadfield hatte in der Nacht zu Donnerstag Kevin Ford als Kommandeur der ISS abgelöst. Er ist der erste Kanadier, der diesen Posten auf der ISS innehat. Er erhielt zu diesem Anlass sogar eine Botschaft der Queen, die ihm ihre besten Wünsche ausrichtete.
Hadfield ist - wie manch anderer Raumfahrer auch - ein begeisterter Fotograf. Auf seinem Twitter-Account @Cmdr_Hadfield veröffentlicht er häufig Schnappschüsse aus dem Erdorbit, berichtet von seiner Arbeit im All - und plaudert bisweilen sogar mit Raumfahrt-Veteranen und "Star Trek"-Schauspielern.
wbr/dpa
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