Nach fünfjähriger Reise Nasa-Sonde "Juno" erreicht Jupiter-Umlaufbahn

Knapp fünf Jahre nach ihrem Start hat die Weltraumsonde "Juno" ihr Ziel erreicht: den Jupiter-Orbit. Die Nasa hofft auf neue Erkenntnisse über die Entstehung unseres Sonnensystems.

"Juno"-Grafik
DPA/NASA

"Juno"-Grafik


Sie ist rund 3500 Kilogramm schwer, groß wie ein Basketballfeld und hat 2800 Millionen Kilometer zurückgelegt: Die "Juno"-Sonde startete vor fast fünf Jahren vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida, nun ist sie am Ziel. "Erfolg", schrieb die US-Raumfahrtagentur Nasa am Dienstagmorgen auf ihrem Twitter-Account, "Juno umkreist jetzt den Jupiter".

Die Sonde näherte sich den Jupiter-Gaswolken bis auf rund 4500 Kilometer - so nah wie kein anderes Raumfahrzeug zuvor. Auf dem Twitteraccount der Mission heißt es: "Ich bin bereit, all deine Geheimnisse zu lüften, Jupiter. Stell dich darauf ein."

In den kommenden Monaten soll "Juno" den Gasplaneten Jupiter umkreisen und ihn mit ihren zahlreichen wissenschaftlichen Instrumenten untersuchen. Die Messgeräte sollen unter anderem Polarlichter studieren, das Magnetfeld vermessen, die Anteile von Ammoniak und Wasser in der Atmosphäre bestimmen - und Jupiters Wolken im Detail fotografieren (hier lesen Sie mehr Hintergründe zur "Juno"-Mission). Im Februar 2018 will die Nasa die hauptsächlich solarbetriebene Sonde kontrolliert zum Absturz bringen.

Von der rund eine Milliarde Euro teuren Mission erhoffen sich die Forscher Erkenntnisse über die Entstehung unseres Sonnensystems. "Jupiter ist wichtig, um die Geschichte des Sonnensystems zu verstehen", sagte der Chefwissenschaftler der Mission, Scott Bolton, kürzlich im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Forscher vermuten, dass sich Jupiter als Erster der Planeten gebildet hat. Wer also seine Zusammensetzung besser kennt, kann Rückschlüsse auf den Ursprung des Sonnensystems ziehen.

aar/dpa



insgesamt 17 Beiträge
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Hans klaus 05.07.2016
1. sehr gut
Also ich und meine Freundin finden es sehr gut das Juno das erreicht hat und finden es sehr interessant die neuen Forschungsergebnisse zu entdecken. gute arbeit jungs! wir sind sehr fasziniert von dem Weltraum und haben schon lange auf diesen Durchbruch gewartet. es wird zeit den weltraum und seine Planeten mit den Lebewesen zu erkunden. vl gibt es ja auch noch andere Lebewesen auf den Planeten. wir freuen uns endlich antworten auf unsere vielen Fragen zu bekommen. weiter so ! Hildegart und ich lieben spiegel online so sehr, dieses ist die beste internetzeitschrift auf den gesammten planten. aber vl gibt es ja auch noch eine bessere auf einen anderen planeten. spaß das ist die beste;)
roland51 05.07.2016
2.
Mir ist nur nicht klar, wie ein Gasplanet ein Magnetfeld in dieser Stärke entwickeln kann. Dazu ist normalerweise ein flüssiger eisenhaltiger Kern erforderlich. Naja, aber zum Nachschauen ist man schliesslich dahin geflogen.
julian553 05.07.2016
3. Verschwendung von Rohstoffen
Es ist ja schön und gut das man Milliarden dafür ausgibt um das Sonnensystem zu erforschen. Aber dann muss man sich natürlich die Frage stellen wozu dass alles. Was hat man überhaupt bisher erreicht was dem Menschen hier auf der Erde nützlich sein kann? Denn im Weltall gibt es nun mal keinen anderen Planeten der das Leben von Lebewesen ermöglich und in der Reichweite unserer Möglichleiten liegt. Also wozu verschwendet man unmengen Geld, Treibstoff, Wasser... ? Für nichts ? Um etwas zu erfahren was für die Menschen interessant zu wissen ist aber komplett nutzlos...
Wolfgang Porcher 05.07.2016
4. fantastische Leistung, nur...
Da kann man wirklich nur gratulieren, was die technische Leistung betrifft. Wenn man das Elend auf dieser Erde allerdings betrachtet, das hier herrscht mit Tod durch Hunger Durst und Krieg und Terror, dann tauchen Fragen auf, über Sinn und Unsinn , und ob RS nicht besser waere, den eigenen Planeten erst einmal in Ordnung zu bringen. so waere es interessant zu wissen, was diese Projekt summarum am Ende kostet.
roland51 05.07.2016
5.
Zitat von julian553Es ist ja schön und gut das man Milliarden dafür ausgibt um das Sonnensystem zu erforschen. Aber dann muss man sich natürlich die Frage stellen wozu dass alles. Was hat man überhaupt bisher erreicht was dem Menschen hier auf der Erde nützlich sein kann? Denn im Weltall gibt es nun mal keinen anderen Planeten der das Leben von Lebewesen ermöglich und in der Reichweite unserer Möglichleiten liegt. Also wozu verschwendet man unmengen Geld, Treibstoff, Wasser... ? Für nichts ? Um etwas zu erfahren was für die Menschen interessant zu wissen ist aber komplett nutzlos...
Man nennt es einfach Neugier.
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