Kabelprobleme: Russland erreicht ISS und Satelliten wieder

Russlands Weltraum-Manager atmen auf: Sie haben nach Kabelproblemen wieder Kontakt zu ihren zivilen Satelliten. Auch für die Kommunikation mit der Internationalen Raumstation braucht man erst einmal keine US-Hilfe mehr.

Russisches Kontrollzentrum (Dezember 2010): "System funktioniert wieder völlig normal" Zur Großansicht
dpa

Russisches Kontrollzentrum (Dezember 2010): "System funktioniert wieder völlig normal"

Moskau - Russland hat nach eigenen Angaben wieder Kontakt zu seinen zivilen Satelliten und der Internationalen Raumstation. Ein beschädigtes Glasfaserkabel sei repariert, die Verbindung wiederhergestellt, zitierten russische Nachrichtenagenturen den Sprecher der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Alexej Kusnezow. "Das System funktioniert wieder völlig normal", sagte der Sprecher.

Das Kabel war bei Bauarbeiten in der Vermittlungsstation Mytistschi bei Moskau beschädigt worden. Deswegen hatte Russland die Verbindungen zum Großteil seiner zivilen Satelliten und seinem ISS-Modul verloren. Militärsatelliten waren laut den Moskauer Behörden nicht von der Panne betroffen. Nach Angaben von Roskosmos und der US-Weltraumbehörde Nasa wich Russland daraufhin auf technische Möglichkeiten der Amerikaner aus. "Wenn Probleme entstehen, sichern uns die amerikanischen Verbindungsmittel ab", erklärte Kusnezow der russischen Nachrichtenagentur Ria Novosti.

Russen und Amerikaner versicherten, der Vorfall habe keine Auswirkungen auf den Betrieb der Raumstation. "Das kommt immer mal wieder vor. Sie können immer noch über uns mit ihrem ISS-Segment kommunizieren", sagte Nasa-Sprecher Josh Byerly.

Auf der ISS arbeiten derzeit die russischen Kosmonauten Juri Malentschenko, Jewgeni Tarelkin und Oleg Nowizki. Dazu Kommen die beiden Amerikaner Sunita Williams und Kevin Ford sowie der Japaner Akihiko Hoshide. Zwischenzeitlich gab es die Befürchtung, dass die für kommenden Montag geplante Rückkehr von Williams, Hoshide und Malentschenko durch das Kabelproblem gefährdet sein könnte.

Das Trio war Mitte Juli an Bord einer russischen Sojus-Rakete zur Internationalen Raumstation gekommen - und will nun langsam nach Hause. Roskosmos-Sprecher Kusnezow stellte nun erneut klar, dass es nicht zu Verzögerungen bei diesem Flug ("Sojus TMA-05M") kommen werde.

chs/AFP

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