Planetenfinder: Nasa verlängert "Kepler"-Mission

Gute Nachricht für Planetenjäger: Das Weltraumteleskop Kepler wird noch mindestens bis 2016 im Einsatz bleiben. Die Mission gilt schon jetzt als großer Erfolg.

Weltraumteleskop Kepler: Blick in das Weltall
Fotos
AP/ NASA

Moffett Field - Die US-Weltraumbehörde Nasa hat entschieden, die Kepler-Mission bis mindestens bis Ende 2016 weiterzuführen. Das Weltraumteleskop wurde 2009 in eine Umlaufbahn um die Erde geschossen und sucht seitdem nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystems.

Die bisherige Bilanz des Geräts ist beeindruckend: Fast 2000 Planetenkandidaten wurden mit Hilfe des Teleskops bisher entdeckt, darunter mehr als 200 erdähnliche Felsbrocken. Über 50 von ihnen könnten sich sogar in der sogenannten habitablen Zone befinden - jenem Entfernungsbereich zum Heimatstern, der die Existenz von flüssigem Wasser und damit von Leben ermöglicht.

"Kepler hat unser Verständnis von Exoplaneten und die Erforschung der Seismologie und Variabilität von Sternen revolutioniert", schwärmte Roger Hunter, Kepler-Projektmanager am Ames Research Center der Nasa in Moffett Field (US-Bundesstaat Kalifornien. "Es ist derzeit keine andere Mission in der Entwicklung, welche die Präzision von Kepler übertreffen könnte."

Die Kosten des Projekts wurden ursprünglich auf rund 600 Millionen Dollar (455 Millionen Euro) beziffert. Die Nasa rechnet nun damit, dass für jedes weitere Betriebsjahr 18 Millionen Dollar anfallen.

Kepler hat ein sternenreiches Areal zwischen den Sternbildern Schwan und Leier im Visier. Eine 95-Megapixel-Digitalkamera schießt jede halbe Stunde Fotos von rund 100.000 Sternen. Kleinste Helligkeitsschwankungen können Planeten verraten, die vor ihrem Zentralgestirn vorbeiziehen - und es dabei für einige Stunden leicht verdunkeln.

mbe/AP

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  • Donnerstag, 05.04.2012 – 14:08 Uhr
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Methoden der Planetenjagd
ESO
Die Entdeckung der ersten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems galt als wissenschaftliche Sensation. 1992 wiesen Forscher die ersten Exoplaneten im Orbit um den Pulsar PSR B1257+12 nach. 1995 fanden Michel Mayor und Didier Queloz erstmals einen Planeten in der Umlaufbahn eines Sterns, der unserer Sonne ähnelt. Zuvor war unter Forschern heftig umstritten, ob es überhaupt Planeten in den Tiefen des Alls gibt - oder ob unser Sonnensystem das einzige seiner Art ist. Inzwischen sind jedoch rund 600 Exoplaneten in mehr als 480 Systemen bekannt.




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