Klebriger Marsboden "Phoenix" kann Ofen nicht befüllen

Die Marssonde "Phoenix" hat wieder Probleme: In den Analyseofen ist zu wenig Bodenmaterial gelangt. Offenbar haftet es zu gut an der Schaufel des Roboterarms. Nasa-Ingenieure suchen nun nach einer Lösung.


Die Mission "Phoenix" ist vom Pech verfolgt. Gleich nach der Landung gab es Kommunikationsprobleme mit der Erde. Dann fürchteten die Techniker einen Kurzschluss. Und jetzt ist das Befüllen eines der acht Öfen fehlgeschlagen, in denen der Marsboden analysiert werden kann. Am Freitag hatte die Sonde mit der am Roboterarm befestigten Schaufel drei Kubikzentimeter Material aufgenommen und zum Ofen bugsiert - angekommen ist dort jedoch deutlich weniger. Das schließen die Nasa-Experten aus Meldungen der Sensoren.

"Wir glauben, dass das Material, welches im Ofen analysiert werden soll, an der Rückseite der Schaufel haftet", sagte Barry Goldstein vom Jet Propulsion Laboratory der Nasa in Pasadena. Goldstein leitet die "Phoenix"-Mission. Um die Bodenprobe in den Ofen rieseln zu lassen, wird die Schaufel durchgeschüttelt - offenbar in diesem Fall aber ohne den gewünschten Erfolg.

Die Nasa-Ingenieure wollen nun das Einführen des Materials in den Ofen nochmals genauer analysieren. "Wir werden den Prozess modifizieren", sagte Goldstein. Es solle eine weitere mit Eis durchsetzte Bodenprobe genommen und in den Ofen gegeben werden. "Phoenix" befindet sich nun zwei Monate auf dem Mars. Mit dem Ausleger hat die Sonde 16 Löcher in den Sand gekratzt.

hda/AP



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