Kontrollverlust Japanische Sonde hat Rückkehr-Probleme

Nach der schwierigen, aber letztlich erfolgreichen Landung auf einem Asteroiden hat die japanische Sonde "Hayabusa" neue Probleme. Schwierigkeiten mit der Steuerung könnten die Rückkehr zur Erde verhindern.


Tokio - "Aufgrund der Probleme konnten wir die Antenne nicht zur Erde ausrichten", sagte eine Sprecherin der japanischen Raumfahrtbehörde Jaxa. Eines der Triebwerke, die für Positionskorrekturen benutzt werden, funktioniert offenbar nicht ordnungsgemäß. "Wir können mit der Rückreise nicht beginnen, bevor dieses Problem behoben ist", so die Sprecherin

Sonde "Hayabusa": Probleme mit der Steuerung
AP

Sonde "Hayabusa": Probleme mit der Steuerung

Die Sonde "Hayabusa" hatte nach anfänglichen Schwierigkeiten am vergangenen Wochenende ein kompliziertes Manöver absolviert. Für kurze Zeit war sie auf dem 290 Millionen Kilometer entfernten Asteroiden "Itokawa" gelandet und hatte dort Bodenproben entnommen. Ein Projektil wurde auf die Oberfläche abgeschossen, der dadurch aufgewirbelte Staub mit einem Saugtrichter ins Innere der Sonde gezogen. Mit etwa einem Teelöffel voll Asteroiden-Substanz sollte die Sonde dann zur Erde zurückkehren.

Nun aber ist fraglich, ob das noch gelingen wird. Wenn die Probleme bis zu einem feststehenden Termin Mitte Dezember nicht behoben sind, kann die Rückreise frühestens in drei Jahren erneut versucht werden. Erst dann sei der Abstand zwischen "Itokawa" und der Erde wieder "ideal für die Rückfahrt", sagte die Sprecherin. "Aber selbst, wenn wir es in drei Jahren wieder versuchen, ist nicht sicher, dass die Batterie von 'Hayabusa' dann noch zu gebrauchen ist."



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