"Lunar Reconnaissance Orbiter" Nasa startet Mondsonden

Und wieder lockt der Mond: Nach elf Jahren hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa zwei Sonden zum Mond gestartet. Es ist die Vorhut für eine geplante Rückkehr von Menschen zum Erdtrabanten.


Cape Canaveral - Die Nasa hat in der Nacht zum Freitag ihre erste Mond-Mission seit elf Jahren gestartet. In Cape Canaveral hob eine Rakete mit zwei Sonden ab, die den Mond Anfang kommender Woche erreichen sollen. Eine der Sonden, der "Lunar Reconnaissance Orbiter" (LRO) soll den Erdtrabanten mindestens ein Jahr lang umkreisen und eine dreidimensionale Karte der Mondoberfläche anfertigen.

Mit bisher unerreichter Präzision wird er aus rund 50 Kilometern Höhe den Mond kartieren. Läuft alles nach Plan, dann wird etwa ein Zehntel der Mondoberfläche auf 50 Zentimeter genau erfasst. So sollen mögliche Landepunkte für Astronauten erkundet werden.

Die andere Sonde soll im Oktober in einem dunklen Krater am Südpol des Mondes aufschlagen. Kurz vor ihr wird eine ausgebrannte Raketenstufe auf die Mondoberfläche krachen. Die dabei aufgewirbelten Bodenproben sollen von den beiden Nasa-Sonden analysiert werden. Insgesamt kostet die Mission, an der auch Wissenschaftler aus Berlin und Münster beteiligt sind, 419 Millionen Euro.

Der Start erfolgte gut einen Monat vor dem 40. Jahrestag der ersten Landung von Menschen auf dem Mond. Die Nasa will bis 2020 erneut Menschen zum Mond bringen.

lub/AP

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