"Curiosity"-Nachfolger Neuer Mars-Rover soll in einem Krater landen

In zwei Jahren will die Nasa einen weiteren Rover auf den Mars bringen. Das Fahrzeug hat in etwa die Größe eines Autos und soll einen uralten, felsigen Krater erkunden.

"Mars 2020"-Rover (künstlerische Darstellung)
NASA/JPL-Caltech

"Mars 2020"-Rover (künstlerische Darstellung)


Ein neuer Rover der US-Raumfahrtbehörde Nasa soll 2021 in einem alten Krater auf dem Mars landen. Der Jezero-Krater mit einem Durchmesser von rund 45 Kilometern sei nach rund fünfjähriger Suche als Favorit unter etwa 60 Kandidaten hervorgegangen, teilte die Nasa in der Nacht zum Dienstag mit.

Der Krater sei geologisch sehr interessant, berichtet Thomas Zurbuchen von der Raumfahrtbehörde. Allerdings sei eine Landung an der Stelle wegen zahlreicher Klippen und Steinbrocken auch eine große Herausforderung.

Der Jezero-Krater liegt nördlich des Mars-Äquators. In der Region befinden sich einige der ältesten Mars-Strukturen. Einige Gesteinsformationen in dem Krater sind 3,6 Milliarden Jahre alt und könnten möglicherweise wichtige Erkenntnisse über die Entstehung von Planeten liefern, berichtet die Nasa.

Jezero-Krater auf dem Mars
DPA

Jezero-Krater auf dem Mars

Interessant ist die Landeregion für die Forscher auch, weil sich dort einst ein Flussdelta befand. Die Wissenschaftler hoffen deshalb auch, alte organische Moleküle zu finden. Sie könnten ein Hinweis darauf sein, dass früher Mikroben im Wasser lebten.

Überarbeitete "Curiosity"-Version

Der Rover soll auf dem Mars unter anderem Fels- und Gesteinsproben einsammeln und auf dem Planeten zwischenlagern. Wie die Proben zur Erde zurückkehren sollen, weiß die Nasa allerdings noch nicht. Konzepte dazu würden derzeit entwickelt.

"Mars 2020" ist eine Art überarbeitete Version des 2012 gelandeten Rovers "Curiosity". Der neue Rover hat ungefähr die Größe eines Autos - drei Meter lang, 2,7 Meter breit und 2,2 Meter hoch. Er wiegt etwa eine Tonne. Das Mars-Fahrzeug soll im Juli 2020 starten.

Zuvor wird ein weiterer Nasa-Roboter auf dem Mars ankommen: Bereits für kommenden Montag ist die Landung der Messtation "InSight" geplant. Anders als "Curiosity" und "Mars 2020" kann dieser Roboter allerdings nicht rollen. Stattdessen wird er sich in den Marsboden hinein bohren. So soll er Erdbeben erfassen und Wärmeströme messen. Die Mission ist auf rund zwei Jahre angelegt.

Im Video: Inside Mission zum Mars - Rover Curiosity

jme/dpa



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