Pasadena - Die Probleme häufen sich. Zuletzt machten Computerpannen beim Mars-Roboter "Spirit" den Nasa-Technikern Sorgen, nun hat sich das unbemannte Raumfahrzeug bei einem Fahrmanöver festgefahren. "'Spirit' ist in einer sehr schwierigen Lage", erklärte John Callas, Projektleiter am Jet Propulsion Laboratory (JPL).

Da war noch alles gut: Auf diesem Foto vom 21. April sind die Räder von "Spirit" noch vergleichsweise wenig eingesunken.
Mittlerweile sind die Räder offenbar halb versunken. Ein Expertenteam untersuche das Problem derzeit, sagte Callas. Dabei komme auch ein baugleiches Testfahrzeug auf der Erde zum Einsatz. Es könne mehrere Wochen dauern, ehe "Spirit" wieder manövrierfähig sei, hieß es. Besonders problematisch ist nach Angaben der JPL-Verantwortlichen, dass das Chassis des Roboters schon bald Steine auf dem Boden berühren könnte. Das würde die Bemühungen noch weiter komplizieren, das Fahrzeug wieder freizubekommen.
Deswegen senden die Techniker vorerst keine Steuerkommandos an "Spirit", um die Situation nicht noch weiter zu verschlimmern. Immerhin: Eine Sorge weniger gibt es im Kontrollzentrum derzeit: in den vergangenen Monaten habe Wind einen Teil der Solarzellen auf der Oberseite des Roboters von Staub befreit. Dadurch habe sich die Energieversorgung verbessert.
"Spirit" und sein Schwesterfahrzeug "Opportunity" landeten 2004 an entgegengesetzten Orten auf dem Mars. Sie sind seitdem schon weit länger im Einsatz als ursprünglich geplant. Einen zwischenzeitlichen Beschluss zur Stilllegung hatte die Nasa nach Protesten der Forscher zurückgezogen.
Gut 21 Kilometer haben die beiden Roboter inzwischen zurückgelegt, Krater erforscht, eine Viertelmillion Bilder zur Erde gesandt und unter anderem Beweise gefunden, dass es auf dem Mars einst wesentlich mehr Wasser gab als bis dahin angenommen.
chs/AP
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