Am Fuße des Mount Sharp Mars-Roboter "Curiosity" hat sein Ziel erreicht

Bergtour für den Marsrover: Zwei Jahre nach seiner Landung auf dem Mars ist Forschungsroboter "Curiosity" bis zum Berg "Mount Sharp" gefahren. Nun steht ihm eine Kletterpartie bevor.

REUTERS/ NASA/ JPL-Caltech/ MSSS

Eine hoher Berg ist ein beliebtes Ausflugs-Ziel. Schon auf dem Weg nach oben gibt es viel zu sehen. Auf dem Mars ist das wohl nicht anders als auf der Erde. Die Entwickler des Mars-Rovers "Curiosity" haben vielleicht auch deshalb den rund 5,5 Kilometer hohen "Mount Sharp" als Zielort für den Forschungsroboter ausgewählt. Wie die amerikanische Luftfahrtbehörde Nasa am Donnerstag mitteilte, ist der Rover nun am Fuß des Bergs angekommen.

Gestartet war "Curiosity" im Juni 2013, nachdem er ein halbes Jahr lang nur auf einem kleinen Stück der Marsoberfläche geforscht hatte. Die Entfernung von seinem damaligen Aufenthaltsort zum Berg betrug etwa acht Kilometer. Zu Beginn der Fahrt war ihre Dauer nicht ganz klar. Eigentlich sollte "Curiosity" den "Mount Sharp" aber früher erreichen, als es nun der Fall war.

Suche nach Leben im All

Nach Problemen mit den Rädern hatten die Forscher zwischenzeitlich die Route des Roboters verändert, so dass er durch ebeneres Terrain rollen konnte. "Es war ein langer, aber historischer Weg zu diesem Mars-Berg", sagte Nasa-Wissenschaftler John Grotzinger.

Nun soll "Curiosity" den "Mount Sharp" langsam hinauffahren. Die Nasa-Forscher wollen den Berg genauer untersuchen. Ganz unterschiedliche Gesteins-Schichten soll es dort geben. "Wir haben jetzt das Gebiet erreicht, wo wir mit einem Bohrer Gesteins-Proben nehmen wollen", erklärt eine Wissenschaftlerin des Mars-Projekts. Mit diesen Proben will die Nasa herausfinden, ob es früher einmal Leben auf dem Mars gab.

Übrigens: Offiziell heißt der Zielberg von "Couriosity" Aeolis Mons, in der breiten Öffentlichkeit ist er inzwischen jedoch vor allem als "Mount Sharp" bekannt, wie ihn die Nasa nennt - sehr zum Ärger einiger Experten.

Ein Berg, zwei Namen

jme/nik/dpa



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Dircules 12.09.2014
1. Alles so schön bunt da
Warum wirkt der Marsboden auf Fernaufnahmen eigentlich leuchtender orange als auf Nahaufnahmen? Und wie kommt es, dass der Himmel blau erscheint? Ich dachte, die blaue Färbung der Erdatmosphäre wird durch deren Hauptbestandteil Stickstoff verursacht, wogegen die Marsatmosphäre je größtenteils aus CO² besteht. Hat die NASA die Fotos vor Veröffentlichung erstmal nach Hollywood geschickt?
liberty_of_speech 12.09.2014
2. tja gute Frage
Zitat von DirculesWarum wirkt der Marsboden auf Fernaufnahmen eigentlich leuchtender orange als auf Nahaufnahmen? Und wie kommt es, dass der Himmel blau erscheint? Ich dachte, die blaue Färbung der Erdatmosphäre wird durch deren Hauptbestandteil Stickstoff verursacht, wogegen die Marsatmosphäre je größtenteils aus CO² besteht. Hat die NASA die Fotos vor Veröffentlichung erstmal nach Hollywood geschickt?
dass der Boden weiter weg mehr leuchtet könnte schlicht an Reflektionen liegen. Könnte. Speziell auch, dass von der Sonnenseite (links) der Himmel blau ist rechts so wirkt wie man ihn erwartet.
poramg 12.09.2014
3.
Der Himmmel ist wegen der Rayleigh-Streuung ( http://de.wikipedia.org/wiki/Rayleigh-Streuung ) blau. Die Zusammensetzung der Atmosphäre ist irrelevant. Wichtiger ist eher die Dicke der Atmosphäre bzw. die Weglänge, die das Sonnenlicht in dieser zurücklegt.
Untertan 2.0 12.09.2014
4.
Zitat von DirculesWarum wirkt der Marsboden auf Fernaufnahmen eigentlich leuchtender orange als auf Nahaufnahmen? Und wie kommt es, dass der Himmel blau erscheint? Ich dachte, die blaue Färbung der Erdatmosphäre wird durch deren Hauptbestandteil Stickstoff verursacht, wogegen die Marsatmosphäre je größtenteils aus CO² besteht. Hat die NASA die Fotos vor Veröffentlichung erstmal nach Hollywood geschickt?
Weil die das alles in Hollywood drehen. Das war doch die Antwort, die Sie hören wollten?
Layer_8 12.09.2014
5. Inh denke nicht...
Zitat von poramgDer Himmmel ist wegen der Rayleigh-Streuung ( http://de.wikipedia.org/wiki/Rayleigh-Streuung ) blau. Die Zusammensetzung der Atmosphäre ist irrelevant. Wichtiger ist eher die Dicke der Atmosphäre bzw. die Weglänge, die das Sonnenlicht in dieser zurücklegt.
...die Marsatmosphäre hat 1/100 der Dichte der Erdatmosphäre. Die Bilder sind einfach "etwas" photoshopped worden. Im Original ist der Himmel ziemlich rötlich (Staub) und trübe. Auf der Nasa Homepage http://www.jpl.nasa.gov/spaceimages/ kann man dies alles genauer sehen. Und Bild 1 hier gibts dort in ganzer HD. Zimelich große Datei.
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