Fernes Himmelsschauspiel: "Curiosity" knipst Sonnenfinsternis auf dem Mars

Ringförmige Sonnenfinsternis: Marsmond Phobos schob sich am 17. August kurzzeitig vor das Zentralgestirn Zur Großansicht
NASA/ JPL-Caltech/ MSSS/ Texas A&M Univ.

Ringförmige Sonnenfinsternis: Marsmond Phobos schob sich am 17. August kurzzeitig vor das Zentralgestirn

Eine Sonnenfinsternis auf der Erde ist bereits etwas Besonderes. Doch jetzt hat der Rover "Curiosity" ein solches Schauspiel auch auf dem Mars beobachtet: Fotos zeigen, wie sich der Mond Phobos vor die Sonne schiebt.

Eine totale Sonnenfinsternis wie auf der Erde ist auf dem Mars zwar nicht zu sehen. Denn seine Monde Phobos und Deimos sind zu klein, um die Sonne komplett zu verdecken. Doch der Rover "Curiosity" konnte am 17. August eine ringförmige Sonnenfinsternis beobachten. Phobos, der größere der beiden Monde, schob sich auf seiner Bahn direkt vors Zentralgestirn.

Phobos misst rund 27 mal 22 mal 18 Kilometer, seine Bahn führt ihn in weniger als 6000 Kilometern Höhe um den Mars. Binnen 24 Stunden umkreist er den Mars drei Mal. Die drei von der Nasa veröffentlichten Aufnahmen sind im Abstand von drei Sekunden entstanden.

Die Finsternis habe sich an der Position von "Curiosity" gegen Mittag ereignet, sagt Forscher Mark Lemmon, der an der Rover-Mission beteiligt ist. Phobos war zu diesem Zeitpunkt relativ dicht an der Mars-Oberfläche, so dass er vor der Sonne sehr groß erschien. "Näher heran an eine totale Sonnenfinsternis können wir auf dem Mars nicht kommen", sagt Lemmon. Die Fotos seien die bisher detailreichsten von einer Sonnenfinsternis auf dem Mars. Um sie zu schießen, hat "Curiosity" an dem Tag seine Fahrt unterbrochen.

Phobos schiebt sich vor Deimos

Nur einige Tage zuvor hatte sich der Rover bereits mit den Marsmonden beschäftigt: Am 1. August zog Phobos direkt an Deimos vorbei, was "Curiosity" ebenfalls dokumentierte (siehe Video). Deimos kreist gut 20.000 Kilometer über der Mars-Oberfläche, ist also wesentlich weiter entfernt, so dass Phobos den etwas kleineren Trabanten komplett verdeckte.

Die vom Rover zur Erde gefunkten Aufnahmen helfen Astronomen, die Orbits beider Marsmonde genauer zu berechnen. Dies könne unter anderem klären, ob sich die Bahn von Deimos systematisch verändere. Forscher diskutieren, ob der Himmelskörper sich langsam immer weiter von seinem Planeten entfernt.

Das Schicksal von Phobos ist dagegen bekannt: Er kommt dem Mars immer näher. In rund 50 Millionen Jahren wird er deshalb entweder von der Gravitation des Planeten zerrissen werden oder auf ihn stürzen, meinen Astronomen.

wbr

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insgesamt 15 Beiträge
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1. optional
Wissenheit 30.08.2013
Ganz schön unförmig dieser Klumpen
2. Zu klein?
tam_venceremos 30.08.2013
" Denn seine Monde Phobos und Deimos sind zu klein, um die Sonne komplett zu verdecken." Quatsch. Selbst meine Hand kann die Sonne komplett verdecken, und die ist, glaub ich, etwas kleiner.
3. Dum di dum di dum di dum di dum di dum
lachender lemur 30.08.2013
Seit wann hat das Krümelmonster drei Augen?
4. bla...
JEngbers 30.08.2013
natürlich "zu klein"...das ganze ist bezogen auf eine gegebene bahnhöhe, durch die auf der Oberfläche niemals sowas wie ein kernschatten entstehen kann. selbst der (Erd-) Mond ist je nach Abstand auch mal "zu klein" für eine totale bedeckung.
5. Sicherlich
flyingclown 30.08.2013
Zitat von tam_venceremos" Denn seine Monde Phobos und Deimos sind zu klein, um die Sonne komplett zu verdecken." Quatsch. Selbst meine Hand kann die Sonne komplett verdecken, und die ist, glaub ich, etwas kleiner.
ist Ihre Hand in 6000 Km Entfernung nicht mehr ganz so groß, um die Sonne zu verdecken. Weder auf dem Mars, noch auf der Erde.
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