Mars-Sonde "Phoenix" backt erste Bodenprobe

Bodenprobe geschüttelt, Wissenschaftler gerührt: Die Mars-Sonde "Phoenix" hat es endlich geschafft, Mars-Sand in ihrem Laborofen zu verstauen. Der wird nun auf 1000 Grad erhitzt - ganz langsam.


Washington - "Wir haben einen vollen Ofen", sagte Bill Boynton von der University of Arizona stolz. "Es dauerte nur zehn Sekunden, um ihn zu füllen." Die Nasa-Sonde "Phoenix" hat ihre erste Mars-Sand-Probe in den Analyseofen geschoben. Mehrere Versuche zuvor schlugen fehl - der Mars-Sand war zu grobkörnig gewesen.

Die Wissenschaftler im Nasa- Kontrollzentrum bejubelten den gelungenen Transport der Bodenprobe in den Ofen. Nun warten sie gespannt auf das Analyse-Ergebnis, das kommende Woche kommen soll.

Die Gesteinsproben sollen unter anderem auf rund 1.000 Grad Celsius erhitzt werden, um Aufschluss über den Wassergehalt und die in der Probe enthaltenen Minerale zu erhalten. Die Forscher suchen insbesondere nach Spuren von Kohlenstoff, Wasserstoff und Stickstoff.

"Phoenix" war am 25. Mai auf dem Mars gelandet. Die Sonde soll mit ihrem 2,40 Meter langen Roboterarm mindestens 90 Tage lang im Permafrost graben und nach Spuren von Leben suchen.

lub/AP



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