Medienberichte: Iran schießt Mini-Satelliten in Erdumlaufbahn

Er ist rund 50 Kilogramm schwer - und soll friedlichen Zwecken dienen: Iran hat einen kleinen Erdbeobachtungssatelliten ins All geschossen. Es ist nicht das erste Weltraum-Abenteuer für das umstrittene Regime.

Satelliten "Navid" und "Tolo" (in Teheran, 2010): "Bilder von der Erde aufnehmen"Zur Großansicht
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Satelliten "Navid" und "Tolo" (in Teheran, 2010): "Bilder von der Erde aufnehmen"

Teheran - Der Iran hat laut Medienberichten einen Satelliten ins All geschossen. Der Start sei erfolgreich verlaufen, berichtete der arabischsprachige Fernsehsender al-Alam am Freitag. Der rund 50 Kilogramm schwere Beobachtungssatellit "Navid" solle in einer Höhe von 250 bis 370 Kilometern in seine Umlaufbahn gebracht werden, zitierte die Agentur den Chef der iranischen Raumfahrtbehörde, Hamid Faseli.

Nach seinen Angaben soll der Satellit "Bilder von der Erde aufnehmen". Er habe eine Lebensdauer von etwa anderthalb Jahren und umrunde die Erde alle 90 Minuten. Es ist der dritte Satellit dieser Art, den das Land ins All geschickt hat. Iran hatte erstmals im Februar 2009 den Satelliten "Omid" gestartet und damit Ängste bei der internationalen Gemeinschaft geschürt. Im Juni 2011 schoss das Land den kleinen Satelliten "Rasad 1" in den Orbit.

Die USA und andere westliche Staaten verdächtigen Teheran, mit seinem Programm zur Urananreicherung die Entwicklung von Atomwaffen anzustreben. Die Regierung in Teheran weist militärische Absichten mit dem Argument zurück, ihr Atomprogramm diene ausschließlich der Energiegewinnung.

Kritikern zufolge könnte die iranische Technologie zum Transport von Satelliten prinzipiell auch dazu verwendet werden, Atomwaffen abzufeuern. Tatsächlich wäre für den Transport eines Atomsprengkopfs aber eine erheblich größere Rakete nötig, als sie für den Mini-Satelliten verwendet wurde. Die Rakete des Typs Simorgh kann bis zu 60 Kilogramm schwere Lasten in eine 500 Kilometer hohe Umlaufbahn befördern.

boj/AFP/dapd

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insgesamt 2 Beiträge
cbmuser 03.02.2012
Hier ist ein Video des Starts: Raw Video: Iran Reports Satellite Launch - YouTube (http://www.youtube.com/watch?v=dxve85sEmY4) Videos, die von Kameras an Bord des Fahrzeugs aufgenommen wurde, wie das vom iranischen [...]
Zitat von sysopEr ist rund 50 Kilogramm schwer - und soll friedlichen Zwecken dienen: Der Iran hat einen kleinen Erdbeobachtungssatelliten ins All geschossen. Es ist nicht der erste Weltraum-Abenteuer für das umstrittene Regime. Medienberichte: Iran schießt Mini-Satelliten in Erdumlaufbahn - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft (http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,813106,00.html)
Hier ist ein Video des Starts: Raw Video: Iran Reports Satellite Launch - YouTube (http://www.youtube.com/watch?v=dxve85sEmY4) Videos, die von Kameras an Bord des Fahrzeugs aufgenommen wurde, wie das vom iranischen Raketenstart letzten Jahres, habe ich noch nicht gesehen. Beispiel von letztem Jahr: Safir/Rasad RocketCam - YouTube (http://www.youtube.com/watch?v=obyjIFoRVwU)
Nonvaio01 06.02.2012
muss der hinweis "er soll friedlichen" zwecken dienen gleich in die ueberschrift? Das bedeutet das der Iran Sateliten im All hat die fuer Militaerische zwecke sind, bzw fuer einne Angriff. Wenn andere Staaten [...]
Zitat von sysopEr ist rund 50 Kilogramm schwer - und soll friedlichen Zwecken dienen: Der Iran hat einen kleinen Erdbeobachtungssatelliten ins All geschossen. Es ist nicht der erste Weltraum-Abenteuer für das umstrittene Regime. Medienberichte: Iran schießt Mini-Satelliten in Erdumlaufbahn - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft (http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,813106,00.html)
muss der hinweis "er soll friedlichen" zwecken dienen gleich in die ueberschrift? Das bedeutet das der Iran Sateliten im All hat die fuer Militaerische zwecke sind, bzw fuer einne Angriff. Wenn andere Staaten einne Satelit ins All schiessen ist dort nie ein hinweiss....das ist perfide gesteuerte Meinungsmache..... Also die USA und Russland wie auch China haben bestimmt mehr Satelitien im All die nicht friedlichen zwecken dienen als der Iran, mit seinem kleinen Sateliten.
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  • Freitag, 03.02.2012 – 11:20 Uhr
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Fläche: 1.648.195 km²

Bevölkerung: 74,962 Mio.

Hauptstadt: Teheran

Staatsoberhaupt und Religionsführer:
Ajatollah Ali Chamenei

Staats- und Regierungschef:
Mahmud Ahmadinedschad

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Uran und Atomwaffen
Uran eignet sich sowohl für die Energiegewinnung als auch für den Einsatz in Atomwaffen. Entscheidend ist der Grad der Anreicherung. Der Ausgangsstoff Uranerz besteht zu rund 99,3 Prozent aus Uran 238; das spaltbare Uran 235 macht nur etwa 0,7 Prozent aus. Für die Nutzung in Kernreaktoren muss der Anteil von Uran 235 auf drei bis fünf Prozent gesteigert werden, für eine Atombombe ist ein Anreicherungsgrad von mindestens 85 Prozent notwendig.

Irans Atomprogramm
AP
Iran unterzeichnete 1968 den Sperrvertrag für Atomwaffen . Dieser erlaubt die zivile Nutzung von Nuklearenergie und die dafür notwendige Forschung einschließlich der Urananreicherung .

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit Sitz in Wien kontrolliert die Einhaltung des Atomwaffensperrvertrags; sie erstellt regelmäßig Berichte über das iranische Atomprogramm .

Der Uno-Sicherheitsrat hat in seiner Resolution 1696 vom 31. Juli 2006 Iran erstmals aufgefordert, die Anreicherung von Uran einzustellen; Teheran weigert sich unter Berufung auf den Atomwaffensperrvertrag.

Als Vermittler tritt seit einigen Jahren auch die "EU-Troika" auf, bestehend aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland.

Republik Iran
REUTERS
Die Islamische Republik Iran ist mit einer Fläche von rund 1,7 Millionen Quadratkilometern fünfmal so groß wie Deutschland. Das Land besitzt nach Russland die zweitgrößten Erdgasreserven der Welt, beim Erdöl steht Iran auf Platz drei und ist derzeit nach Saudi-Arabien der größte Produzent innerhalb der Opec.

Chronik
AFP
Im Zweiten Weltkrieg gilt der monarchische Staat Iran als Freund der Achsenmächte. Britische und sowjetische Truppen besetzen daher 1941 das Land. Resa Schah muss abdanken. Die Alliierten inthronisieren seinen Sohn Mohammed Resa . Wegen seiner proamerikanischen Reformpolitik gerät der Schah erstmals 1963 in die Kritik von Ajatollah Ruhollah Chomeini, einem damals hochrangigen religiösen Führer, den die Regierung ein Jahr später in die Türkei abschiebt. Chomeini geht schließlich in den Irak. Dort bleibt er 13 Jahre und entwickelt er das Staatsmodell des islamischen Staates. Mit seiner repressiven Politik und seinem dekadenten Herrschaftsstil bringt der Schah eine wachsende Opposition aus sehr unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Schichten gegen sich auf.



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