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Himmelsspektakel: Grün-violetter Feuerball zieht über Iowa und Minnesota

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Am zweiten Weihnachtstag verzauberte vermutlich ein Meteor vielen Amerikanern den Abend: Sie wurden Zeuge, wie dessen funkelnde Fragmente den Himmel erleuchteten. Eine Überwachungskamera machte den besten Film.

"Hej, ich habe den Feuerball gesehen", schreibt Judy auf der Website der American Meteor Society (AMS). Es sei gegen halb sechs gewesen, gerade hätte sie ihre Tochter vom örtlichen Kinderspaß-Club abgeholt. "Er sah aus wie ein großer, grüner Blitz", sagt sie, er habe erst den gesamten Himmel erleuchtet, dann eine Bahn von Osten nach Süden gezogen.

Nicht nur die Mutter aus Austin im US-Bundesstaat Minnesota hat das Spektakel am Himmel gesehen, mittlerweile haben sich mehr als 700 Augenzeugen bei AMS gemeldet, viele schildern ihre Beobachtungen des 26. Dezember im Blog. Der Feuerschweif habe aus grünen, roten und violetten Farben bestanden, sagt Wendi, es sei eine schillernde Kugel gewesen, wunderschön, sagen andere. Augenzeugen berichten zudem, der Feuerball sei in viele Einzelteile zersplittert.

Einige haben das Himmelsspektakel gefilmt. Die beste, wenn auch kurze Aufnahme, stammt von einer Überwachungskamera aus North Liberty im an Minnesota angrenzenden Bundesstaat Iowa. Zu sehen ist die grell leuchtende Erscheinung, wie sie in einem eleganten Lauf das Firmament durchquert. Ein endgültige Bestätigung, dass es sich um einen Meteoriten gehandelt hat, wird derzeit erwartet.

Faustgroßer Klumpen fiel vor die Füße

Die American Meteor Society besteht seit 1911, in dem Verband sind Amateure wie Profiwissenschaftler organisiert, sie alle eint die Faszination an den vielfältigen Geschossen aus dem All, die immer wieder am Himmel zu beobachtet sind - mal kleiner, mal größer. Egal, wie groß sie sind: Die Brocken aus dem All kommen meist überraschend.

Jeden Tag prasseln Abermillionen Staub- und Steinpartikel mit einem Gesamtgewicht von hundert Tonnen aus dem All auf unseren Planeten, manche verglühen als Sternschnuppen. Häufig stürzen metergroße Klumpen auf den Boden; meist jedoch abseits der Zivilisation. Bezeugt wurden etwa Einschläge 2008 in der Einöde des Sudan und 2007 nahe eines Bergdorfs in Peru.

2002 krachte der Britin Siobhan Cowton auf der Straße ein Steinchen vor die Füße, der faustgroße Klumpen war noch heiß. "Das passiert nicht sehr oft in Northallerton", kommentierte die damals 14-Jährige ihren Fund in ihrem Heimatort.

Noch nie wurde die Zivilisation jedoch so stark von einem Meteoriten getroffen wie im vergangenen Februar in Russland. Die Fragmente des Brockens, der über der Stadt Tscheljabinsk niederging, regneten auf den Boden. Dächer und Scheiben zerbarsten, Hunderte Menschen wurden verletzt.

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19  Bilder
Kosmischer Fels über Russland: Feuriger Regen
"Der Meteor, der über Tscheljabinsk explodierte, war ein Weckruf", sagte später Zhu Qing-Yin von der University of California in Davis. Er hatte Fragmente des Geschosses chemisch analysiert. Die Gefahr solch kleinerer Steinvagabunden im All mit Durchmessern bis zu 50 Metern, die in großer Zahl in Erdnähe umherschwirren, sei unterschätzt worden. "Wenn die Menschheit nicht denselben Weg wie die Dinosaurier einschlagen will, müssen solche Ereignisse genau untersucht werden."

Geschosse aus dem All
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Ein Meteoroid ist ein kleines, festes Teilchen, das sich auf einer Ellipsenbahn um die Sonne bewegt. Manche kommen dabei in die Nähe der Erde. Dringen sie in die Atmosphäre ein, werden sie zum Meteor, und es kommt zu einer Leuchterscheinung.
Meteore, auch Sternschnuppe genannt, sind Meteoroide, die in die Erdatmosphäre eingedrungen sind. Wegen der starken Reibung fangen sie an zu leuchten.
Ein Meteorit ist der nicht verdampfte Rest eines Meteors, der die Erdoberfläche erreicht hat.
Als Bolid oder Feuerkugel bezeichnet man besonders helle und lange leuchtende Meteore. Ein Bolid besteht aus Stein oder Metall. Häufig erreichen Reste eines Boliden die Erdoberfläche, beispielsweise 2002 nahe Neuschwanstein.

nik

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insgesamt 13 Beiträge
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1. Nicht durch den Meteoriten
nordmatiker 29.12.2013
sondern durch den Meteor, d.h. die Leuchterscheinung, wurden die Beobachter verzaubert. Der Meteorit, d.h. das Überbleibsel des Meteoroiden aus dem Weltall muss erst noch gefunden werden.
2. Doch ein Meteorit?
Altesocke 29.12.2013
---Zitat--- Am zweiten Weihnachtstag verzauberte ein Meteorit vielen Amerikanern den Abend ---Zitatende--- Im Video heisst es doch, dass dies noch nicht bestaetigt sei?
3. kein Meteorit
theqt 29.12.2013
sondern Weltraumschrott, dafür spricht der grün-toilette Farbverlauf!
4.
Joshua Philgarlic 29.12.2013
Ja, da fragt man sich wirklich, wozu SPON eine Begriffserklärung Meteoroid/Meteor/Meteorit anfügt, wenn sich der Autor im Artikel selbst nicht dran hält.
5.
Gna Gna Gna 29.12.2013
Zitat von AltesockeIm Video heisst es doch, dass dies noch nicht bestaetigt sei?
Das ist natürlich Planet-X, der übermorgen seine überarbeiteten Maya-Kalender über uns abregnen lässt.
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