Astronomie Heute Abend ist Mondfinsternis

Der Mond tritt teilweise in den Kernschatten der Erde. In Deutschland wird die Mondfinsternis am Montagabend nur teilweise zu sehen sein. Antworten auf die wichtigsten Fragen im Überblick.


Am Montagabend ist partielle Mondfinsternis. Allerdings haben die Menschen in Deutschland nur eingeschränkt etwas davon. Denn wenn der Mond hierzulande aufgeht, ist das Himmelsspektakel schon in vollem Gang. Die zweite Hälfte der Finsternis lässt sich bei klarem Himmel aber beobachten. Nur bitte nicht enttäuscht sein: Zu sehen ist lediglich eine partielle Mondfinsternis, der Mond verdunkelt sich also nur zum Teil.

Was passiert bei einer partiellen Mondfinsternis?

Der Mond verdunkelt sich bei einer partiellen Mondfinsternis, weil er teilweise durch den Kernschatten der Erde wandert. Dazu müssen Sonne, Erde und Mond in etwa in einer Reihe stehen. Die Erde wirft dann - von der Sonne angestrahlt - einen Schatten auf die Mondoberfläche.

Das Besondere bei einer partiellen Mondfinsternis ist, dass der Mond nicht vollständig in den Kernschatten der Erde tritt. Die Finsternis ist dadurch nur auf einem Teil der Mondoberfläche zu sehen. Der Rest taucht in den Halbschatten der Erde ein und verdunkelt sich nur leicht.

Wann ist die Mondfinsternis?

Die Mondfinsternis wird unmittelbar mit dem Mondaufgang zu sehen sein. Bereits um 19.22 Uhr tritt der Mond in den Kernschatten der Erde. In Deutschland ist der Mond zu dieser Zeit noch nicht zu sehen. Der Höhepunkt der Verdunklung ist gegen 20.20 Uhr, dann ragen 25 Prozent des Monddurchmessers in den Schatten. Um 21.19 Uhr verlässt der Mond den Kernschatten der Erde. Vollständig beendet ist die Finsternis schließlich mit dem Austritt aus dem Halbschatten um 22.53 Uhr.

Wo wird die Mondfinsternis zu sehen sein?

Am besten können die Menschen in Indien, Australien und großen Teilen Asiens das Himmelsphänomen beobachten. Auch in Europa wird es zu sehen sein, allerdings geht der Mond hier zu spät auf, um den gesamten Verlauf zu verfolgen. Der Osten Deutschlands ist gegenüber dem Westen begünstigt.

Zum Vergleich: In Görlitz etwa geht der Mond schon um 20.26 Uhr auf (Sonnenuntergang: 20.36 Uhr). In Aachen im Westen dagegen erst um 21.02 Uhr. Dort bleiben dann noch 17 Minuten, bevor der Mond den Kernschatten der Erde wieder verlässt.

Auch das Wetter spielt im Osten der Republik besser mit. Anders als im Westen und Norden wird der Himmel dort wolkenlos sein, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach prognostiziert. Im Westen und Norden wird vielerorts Schleierbewölkung den Blick auf den Mond trüben.

Was muss man beachten, wenn man die Mondfinsternis sehen will?

Vieles hängt vom Glück ab. Wenn der Himmel klar ist, lohnt es sich womöglich aufs Land zu fahren, wo weniger Beleuchtung vom Mond ablenkt. Es kann sich auch lohnen, die Mondfinsternis mit dem Fernglas anzuschauen. Anders als bei einer Sonnenfinsternis muss man sich dabei keine Sorgen um seine Augen machen. Die Strahlung des Mondes schadet ihnen nicht.

Auch mit einer Kamera lässt sich die Mondfinsternis ohne Filter aufnehmen.

Wann ist die nächste Mondfinsternis in Deutschland?

Die nächste totale Mondfinsternis in Europa ist am 27. Juli 2018. Das ist zwar noch einige Zeit hin, das Warten könnte sich aber lohnen. Mehr als 1,5 Stunden wird der Mond dann durch den Kernschatten der Erde wandern. Die Finsternis wird auch in Deutschland gut zu sehen sein.

jme/dpa

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