Himmelsphänomen Am 7. August ist Mondfinsternis

Am 7. August tritt der Mond teilweise in den Kernschatten der Erde. Von Deutschland aus wird nur das Ende der Mondfinsternis zu sehen sein. Kurz darauf wartet aber ein weiteres Himmelsspektakel.

Totale Mondfinsternis am 28. September 2015
DPA

Totale Mondfinsternis am 28. September 2015


Der August ist in diesem Jahr ein ergiebiger Monat für Sterngucker. Am 7. August ist in Deutschland eine partielle Mondfinsternis zu sehen. Für manche Hobbyastronomen könnte das ein Trostpflaster sein angesichts der Sonnenfinsternis über den USA am 21. August, die lediglich in Teilen Nordwesteuropas zu sehen sein wird.

Zumindest der zweite Teil der partiellen Mondfinsternis kann von Deutschland aus verfolgt werden. Wenn der Mond gegen 20.50 Uhr aufgeht, ist die partielle Mondfinsternis schon im vollen Gang, sagte Alexander Weis von der Vereinigung der Sternfreunde in Heppenheim. "Wer weiter im Osten wohnt, ist leicht im Vorteil." Denn während der Mond in Berlin bereits um 20.37 aufgehe, habe der Erdtrabant in Köln erst um 20.58 Uhr seinen Auftritt.

Kernschatten der Erde verdunkelt den Mond nur teilweise

Allerdings tritt der Mond nur teilweise in den dunklen Kernschatten ein, den die Erde auf der von der Sonne abgewandten Seite ins All wirft. Vom Lauf durch den Halbschatten sei nur wenig zu sehen, so Weis. "Der Mond ist dann nur etwas weniger hell."

Interessanter zum Beobachten und Fotografieren sei die Zeit bis etwa 21.19 Uhr, in der der Mond den Kernschatten der Erde berührt. Voraussetzung ist dabei natürlich ein klarer Himmel oder eine nur dünne, aufgelockerte Wolkendecke.

Alljährlicher Sternschnuppenregen

Das gilt auch für die Perseiden-Nächte, wenn vor allem in den frühen Morgenstunden Sternschnuppen am Nachthimmel zu beobachten sind. Besonders dicht ist der Sternschnuppenstrom um den 12. August herum, doch auch davor und danach lassen sich Leuchtspuren entdecken.

"In diesem Jahr sind die Perseiden-Nächte leider nah dran am Vollmond", sagt Carolin Liefke von der Vereinigung der Sternfreunde. Das Licht könnte die Sternschnuppensuche am Himmel erschweren.

Die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wollen noch keine Prognose zur Wolkendecke am Nachthimmel während der partiellen Mondfinsternis und der Perseiden-Nächte abgeben. "Bewölkung ist schwierig", erklärte ein Sprecher. "Da kann man selbst einen Tag vorher mit der Vorhersage danebenliegen."

jme/dpa



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iimzip 06.08.2017
1. Geminiden, Leoniden...
…und nicht zu vergessen die ISS. Wer sie im Juli verpennt hat (es gab mehrere Überflüge durch den Zenit…) kann heute Abend nochmal 5 Minuten lang zugucken: Um 22:27 ist sie zwischen Jupiter und Bärenhüter zu sehen, danach oberhalb des Saturns, um kurz vorm Erreichen des ziemlich vollen Mondes (22:30) wieder im Erdschatten zu verschwinden. Dann ist sie übrigens ungefähr über Rom. Siehe ‚Bodenspur’ auf http://heavens-above.com/passdetails.aspx?lat=50.7374&lng=7.0982&loc=Bonn&alt=65&tz=CET&satid=25544&mjd=57971.8533359395&type=V
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