Astro Alex Auf dem Höhepunkt der Mondfinsternis - ISS fliegt über den Himmel

Blutmond, der Mars ganz nah und nun schaut auch noch die Internationale Raumstation vorbei: Die Mondfinsternis am Freitag wird spektakulär.

ISS
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Pünktlich zum Höhepunkt der längsten Mondfinsternis des 21. Jahrhundert wird am Freitag die Internationale Raumstation (ISS) über Deutschland fliegen. Sie wird gegen 22 Uhr 30 im Westen auftauchen, sich gen Osten bewegen und dabei heller leuchten als jeder Stern. Das Spektakel dauert sechs Minuten.

Etwa zur selben Zeit erreicht die Mondfinsternis ihren Höhenpunkt. Bereits gegen halb neun tritt der Mond in den Kernschatten der Erde, weil sich die Erde dann zwischen Mond und Sonne befindet. Der Schatten der Erde wandert deshalb über den Mond: Zunächst verdeckt er den Rand, später liegt der ganze Mond im Schatten - dann herrscht totale Mondfinsternis. Die maximale Verfinsterung wird gegen 22:22 Uhr erreicht.

Blutmond und Mars

Während der Finsternis erscheint der Mond schwach dunkelrot leuchtend, weil nicht alles Licht der Sonne von der Erde abgeschirmt wird. Langwelliges Licht biegt sich quasi um die Erde, es beleuchtet den Mond dunkelrot. Der Volksmund spricht von einem Blutmond. Kurz nach 23 Uhr ist das Spektakel dann wieder vorbei.

Etwas südlich des verfinsterten Vollmonds wird am 27. Juli gleichzeitig der Mars in einem rötlichen Licht erstrahlen und der Sonne genau gegenüberstehen. Astronomen sprechen von Oppositionsstellung. Er wird dabei zu einem auffälligen hellen Gestirn, das die gesamte Nacht über sichtbar ist.

An Bord der ISS ist auch der deutsche Astronaut Alexander Gerst, bekannt als "Astro Alex". Die ISS legt derzeit etwa 27.500 Kilometer pro Stunde zurück und umkreist die Erde etwa alle 90 Minuten. Deshalb taucht ist sie auch immer wieder am Himmel auf. Diese Aufnahme eines Spiegelteleskops zeigt beispielsweise, wie die ISS die Sonne passiert.

ISS passiert die Sonne
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ISS passiert die Sonne

Gerst war Anfang Juni Richtung ISS gestartet. Er wird im Oktober als erster Deutscher das Kommando übernehmen, im Dezember soll er zur Erde zurückkehren. Während seiner Reise durchs All sucht er auch immer wieder Kontakt zur Erde. Am Donnerstag schaltete er sich beispielsweise live nach Künzelsau in Baden-Württemberg, wo er geboren wurde.

koe



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